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Kampf gegen Kinderpornografie

Internationale Konferenz in Wien

29 September - 1 October 1999

Im Rahmen des Transatlantischen Dialoges zwischen der EU und den USA findet in der Wiener Hofburg vom 29. September bis 1. Oktober 1999 eine Internationale Konferenz zum Thema "Kampf gegen Kinderpornographie im Internet" statt.

Die Konferenz geht auf die Initiative der Außenminister Österreichs und der USA, Wolfgang Schüssel und Madeleine Albright, zurück.

Gewalt gegen Kinder - Kinder erzählen ihre Geschichte

Ich heiße Julia.
Meine Mutter hat einen neuen Freund.
Karl ist sein Name.
Karl ist immer sehr nett.

Er spielt mit mir, er hilft mir bei den Hausaufgaben, er geht mit mir ins Kino oder in den Park.

Aber da ist noch etwas, das mir gar nicht gefällt.

Jeden Abend kommt Karl vor dem Schlafengehen zu mir ins Zimmer, um mich zuzudecken. Dabei wandern seine Hände unter die Decke und berühren mich unter meinem Nachthemd. Er streichelt meinen Bauch und auch an anderen Stellen. Ich mag das nicht. Und Karl sagt immer, dass das unser kleines Geheimnis sei, und ich dies nicht verraten dürfe, weil sonst hat mich meine Mami nicht mehr lieb.

Es gibt kaum was Schöneres als auf Lager zu fahren. Alle Freunde kommen mit und es wird viel gemeinsam unternommen. Man geht in den nahe gelegenen See baden.

Benni will nicht mitkommen.

Er fühlt sich in der Nähe des Lagerleiters nicht so ganz wohl.

Er schaut immer so komisch und macht so komische Andeutungen. Und deshalb bleibt Benni zu Hause und legt sich in sein Zelt.

Plötzlich steht Andi, der Lagerleiter, im Zelt.
Er versucht Benni zu trösten.
Er legt sich neben ihn und streichelt ihn.
Benni gefällt das gar nicht.
Er beginnt laut nein zu schreien und sagt es der Lagerleiterin.
Andi muss das Lager verlassen.

Sommer ist's, heiß ist's.
Wie schön wäre es jetzt im Schwimmbad.
Aber Mami muss arbeiten gehen.

Es gibt da noch den lieben Onkel Rudi. Der hat immer Zeit. Gemeinsam mit Onkel Rudi darf ich ins Schwimmbad gehen. Und wir machen ganz tolle Sachen. Onkel Rudi und ich rutschen wie wild von der Rutsche, springen vom Turm ins Wasser, tauchen und haben Spaß.

Onkel Rudi schmeißt mich ins Wasser oder er taucht durch meine Füße und ich durch seine. Das mag ich nicht, aber gerade dies gefällt Onkel Rudi sehr. Und ich will ihn ja nicht enttäuschen und mache mit. Denn ich möchte ja mal wieder ins Schwimmbad, auch wenn Mami nicht kann.

Am Abend erzähle ich Mami von meinen Erlebnissen und auch von dem unschönen Erlebnis. Meine Mami spricht mit Onkel Rudi.

Der streitet alles ab und Mami glaubt ihm.

Ab und zu wollen meine Eltern auch mal abends ausgehen.

Dann kommt Kathrin zum Aufpassen.

Immer wenn Kathrin da ist, muss ich baden. Sie hilft mir beim ausziehen, sie wäscht mich überall ganz gründlich. Denn ich muss ja ganz sauber sein. Und wenn sie mich ausreichend gewaschen hat, trocknet sie mich ab.

Ich will nicht, dass sie mich badet und abtrocknet.
Ich erzähle meiner Mutter davon.
Meine Mutter glaubt mir nicht.
Sie sagt, ich übertreibe.
Ich wünsche mir, dass mir jemand glaubt.

Erwachsene tun manchmal Sachen, die wir Kinder nicht verstehen. Es ist klar, dass sie auch mal weggehen und unterhalten wollen.

Aber müssen sie dann das Baby, das kleine Kind ins Gitterbett sperren und dann einfach weggehen? Sie könnten doch wenigstens jemanden zum Aufpassen engagieren.

Hannah ist nicht gerade eine gute Schülerin.
Sie hasst Mathe.
Heute ist der Tag, an dem Hannah ihre Mathe-Schularbeit zurückbekommt. Leider wieder ein Fünfer.

Hannah hat Angst, nach Hause zu gehen. Aber es lässt sich nicht vermeiden:

Sie muss die Schularbeit ihrer Mutter zeigen. Ihre Mutter ärgert sich wieder über die schlechte Note. Anfangs schimpft sie mit Hannah und dann setzt es eine Tracht Prügel.

combating child pornography on the internet Vienna, 29 September - 1 October 1999 - the conference - introduction

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