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Unicef Gewalt gegen Kinder

Gewalt gegen Kinder

Bereich Grundsatz und Information I 0077 - 1.500 - 10/06

Jedes Kind hat ein Recht darauf, vor Gewalt geschützt zu werden. So steht es in Artikel 19 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Für Gewalt gegen Kinder gibt es keine Rechtfertigung – sie muss und kann verhindert werden. Die UNStudie „Gewalt gegen Kinder” gibt zum ersten Mal einen Überblick über das weltweite Ausmaß, die häufigsten Erscheinungsformen und die Ursachen von Gewalt gegenüber Kindern.

Während Morde an Kindern und andere extreme Formen der Gewalt in den Medien große Beachtung finden, bleiben die täglichen, immer wiederkehrenden Gewaltakte, die Kinder und Jugendliche in Familien, Schulen, Kinderheimen, Internaten, Gefängnissen oder am Arbeitsplatz erleiden, meist unbeachtet. Die Heranwachsenden, aber auch Zeugen, schweigen oft dazu – zum Beispiel aus Angst vor Rache oder wegen des Stigmas, dass für Opfer und Täter damit verbunden ist. Viele der betroffenen Kinder nehmen Gewalt als einen unvermeidlichen Teil ihres Lebens hin, weil es niemanden gibt, dem sie sich anvertrauen können. Deshalb fehlen vielerorts verlässliche Informationen über das tatsächliche Ausmaß des Problems. Über drei Jahre hat der unabhängige Experte Paulo Sergio Pinheiro im Auftrag der UN-Vollversammlung und in Zusammenarbeit mit UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation WHO, dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte sowie zahlreichen Nichtregierungsorganisationen und Experten aus aller Welt Informationen zusammen getragen.

  • Zwischen 133 und 275 Millionen Kinder und Jugendliche sind jedes Jahr in ihren Familien Zeugen von gewalttätigen Auseinandersetzungen.
  • Allein in den OECD-Ländern sterben nach einer Untersuchung von UNICEF jedes Jahr 3.500 Kinder an den Folgen von Misshandlungen und Vernachlässigung. Weltweit wird für das Jahr 2002 die Zahl der Morde an Kindern und Jugendlichen auf 53.000 geschätzt.
  • Schätzungsweise 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren werden zum Geschlechtsverkehr gezwungen oder geschlagen.
  • Rund acht Millionen Kinder weltweit wachsen unter oft schwierigen Bedingungen in staatlicher Obhut in Heimen oder Internaten auf – die meisten, weil ihre Familien zerbrochen sind oder weil sie behindert sind.
  • Über eine Million Heranwachsende saßen 1999 in Gefängnissen – die meisten waren dort wegen Betteln, kleineren Diebstählen oder anderer geringfügiger Straftaten – oder weil sie von zu Hause weggelaufen waren.
  • In Afrika südlich der Sahara und im Nahen Osten werden jedes Jahr drei Millionen Mädchen an ihren Geschlechtsorganen beschnitten.
  • Über 5,7 Millionen Kinder leben in Schuldknechtschaft.
  • Jedes Jahr werden eine Million Mädchen und Jungen in die Prostitution gezwungen.

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