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FACHGESPRÄCH:

Sexueller Mißbrauch von Kindern

In einer Runde mit sechs Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen wurde u. a. folgenden Fragen nachgegangen:

Anmerkungen

l ICD Definition: ICD = International Classification of Diseases, die von der Weltgesundheitsorganisation international vereinbarte Klassifikation der Krankheiten. Derzeit ist die 10. Revision dieser Klassifikation gültig. Die deutsche Fassung dieses Instrumentes der Weltgesundheitsorganisation enthält im Kapitel V klinisch-diagnostische Leitlinien psychische Störungen und ist für Deutschland herausgegeben von Dehling, Mombur und Schmidt bei Huber 1991. Verschiedene internationale Arbeitsgruppen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich im Sinne einer sogenannten Multiaxialen Klassifikation auf international vergleichbare Definitionen und Operationalisierungen von Entwicklungsrückständen, körperlichen Begleit-und Grunderkrankungen, aber auch psychosozialen Lebens- und Belastungsumständen geeinigt.

2 Individueller und institutioneller Umgang mit sexuellem Mißbrauch. J. M. Fegert, G. Lehmkuhl, U. Lehmkuhl, A. Lüderitz, M. Walter leiten das Projekt. Mitarbeiterinnen sind C. Berger, U. Klopfer, B. Breuer, F. Deje, A. Wolke und J. Haasemann. Vgl. z. B. Berger er al.: Institutioneller Umgang mit strafrechtlichen Maßnahmen bei sexuellem Mißbrauch. Ergebnis einer Expertenbefragung. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 45, 1996, 8, S. 300-307.

3 Die Studie wird bearbeitet von Frau Dipl.-Päd, Susanne Klein und Frau Dipl.-Psych. Silke Wawrock

Literaturhinweise

Berger et al: Institutioneller Umgang mit strafrechtlichen Maßnahmen bei sexuellem Mißbrauch. Ergebnis einer Expertenbefragung. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 45, l996, 8, S. 300 – 307

Busse Detlef, Steller Max und Volbert Renate: Belastungserleben von Kindern in Hauptverhandlungen. Bonn 1996

Teilnehmer und Teilnehmerinnen:

Dr. Dipl.-Psych. Michael C. Baurmann, geb. 1946, Leiter des Fachbereichs "Kriminologie" in der Kriminalistisch-kriminologischen Forschungsgruppe des Bundeskriminalamts, Wiesbaden; empirische Forschungsarbeiten in den Bereichen "Sexual- delinquenz", "Sexuelle und allgemeine Gewaltätigkeiten", "Opferbedürfnisse" sowie aktuelle Arbeiten zum Posttraumatischen Streß-Syndrom.

Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Michael Fegert, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Arzt für psychotherapeutische Medizin, Leitender Oberarzt der Abteilung für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des Virchow-Klinikums der Humboldt-Universität zu Berlin. Klinische und wissenschaftliche Beschäftigung mit den psychischen Folgen sexuellen Mißbrauchs mit forensischen Fragestellungen; Leiter bzw. Koleiter mehrerer Forschungsprojekte zu Fragen des Umgangs mit sexuell mißbrauchten Kindern und Jugendlichen; 1995 Habilitation zum Thema "Neurodermitis und kindliches Verhalten".

Dr. rer. soc, Anita Heiliger, geb. 1942, seit 1973 als Sozialwissenschaftlerin am Deutschen Jugendinstitut. Arbeitsschwerpunkte: alleinerziehende Frauen, Mädchenarbeit und -politik, Frauen- und Lesbenbewegung, sexuelle Gewalt, weibliche und männliche Sozialisation. Sie ist engagiert in der autonomen Frauenbewegung in der BRD. Wichtige Veröffentlichungen: Neue Aspekte der Mädchenförderung, München 1990 (mit Heide Funk). Alleinerziehen als Befreiung. Mutter-Kind-Familien als positive Sozialisationsform und als gesellschaftliche Chance, Pfaffenweiler 1991. Tatort Arbeitsplatz. Sexuelle Belästigung von Frauen, München 1992 (mit Ulrike Gerhart und Annette Stehr). Feministische Mädchenpolitik, München 19993 (mit Tina Kuhne). Sexuelle Gewalt. Männliche Sozialisation und potentielle Täterschaft, Frankfurt 1995 (mit Constance Engelfried).

Dr. rer. soc. habil. Michael-Sebastian Honig, geb. 1950; langjähriger Mitarbeiter des Deutschen Jugendinstituts e. V., zuletzt als Leiter der Abteilung VI "Kinder und Kinderbetreuung"; Privatdozent an der Universität Tübingen. Seit Mai 1997 Professor für Pädagogik an der Universität Trier. Veröffentlichungen u. a.: Verhäuslichte Gewalt. Frankfurt am Main 1986 (zweite, erw. Auflage 1992); Kinder und Kindheit (Hrsg. zus. m. Nissen, Ursula und Leu, Hans Rudolf). Weinheim und München 1996.

Dr. phil. Sabine Kirchhoff, Dipl.-Soz.wiss., wiss. Angestellte am Hochschuldidaktischen Zentrum der Universität Dortmund; untersuchte die Situation sexuell mißbrauchter Kinder in Strafverfahren, Veröffentlichungen: "Sexueller Mißbrauch vor Gericht " Bd. 1und Bd. 2, Opladen 1994, und zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften und Handbüchern zu diesem Themenkomplex.

Mechthild Paul, von 1986 bis 1992 tätig in der AIDS-Prävention mit den Schwerpunkten "Frauen und AIDS" und "Jugend und AIDS" und in der Sexualpädagogik mit dem Schwerpunkt "Mädchenarbeit. 1992 – 1996 Referentin im Referat "Sexualaufklärung – Massenmedien" und seit 1996 Leiterin des Referates "Familienplanung" in der Abteilung "Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bonn.

Dr. Hanne Isabell Schaffer, seit 1994 Professorin für Soziologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, zuvor jahrelange Forschungstätigkeit in den Bereichen Geschlechter- und Altersforschung. Die Thematik "Sexueller Mißbrauch" wird von ihr in der Lehre vor allem innerhalb der Studienschwerpunkte "Soziale Arbeit mit Mädchen und Frauen", "Erziehungshilfen" und "Familienhilfen" vertreten.

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