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Der Selbstverteidigungskurs und der Umgang mit Waffen
Kurse von Männern für Frauen
Frau lernt Verteidigungstechniken „am Mann". Und sie lernt die Aggression aufzubauen, ohne die auch die besten Selbstverteidigungstechniken wirkungslos bleiben. Auf Deutsch: Sie lernt einen Kerl dahin zu treten, wo es wirklich wehtut - ohne Mitleid. Das Selbstbewusstsein wächst aus der eigenen Erfahrung, mit einem starken und aggressiven Angreifer fertig zu werden.
Kurse von Frauen für Frauen
Der Schwerpunkt liegt hier mehr auf der Stärkung des Selbstbewusstseins. Findet das Training ohne männliche Gegner statt, bleibt Frau die Ungewissheit, ob sie das Erlernte in der Praxis umsetzen kann.
Informationen zu Selbstverteidigungskursen finden Sie bei örtlichen Frauenzentren oder Frauennotrufen, bei kommunalen Frauenbeauftragten oder speziellen Frauenbeauftragten der Polizei, die in allen Bundesländern eigene Kurse anbietet. Unter „Selbstverteidigung" und „Sportvereine" finden Sie entsprechende Adressen im Branchenbuch.
Der Umgang mit Waffen
In einem Selbstverteidigungskurs wird auch der Umgang mit einer Waffe gelehrt. Dabei sind es allerdings nur grundsätzliche Kenntnisse, wie zum Beispiel die Benutzung eines harmlosen Gegenstands.
Der Einsatz von Waffen
Waffen sind sinnvoll, wenn sie wirksam und einsatzbereit sind, wenn ihr Gebrauch ständig geübt wird und wenn sie nur schwer gegen einen selbst verwendet werden können. Anderenfalls erzeugen sie eine Scheinsicherheit, geben dem Angreifer eine Waffe in die Hand oder sie steigern seine Aggressivität.
- Ihren Schlüsselbund oder sogar ein Päckchen Papiertaschentücher. Sie werfen den Gegenstand ins Gesicht des Angreifers - der registriert nur: Da kommt was geflogen! Sie gewinnen wertvolle Sekunden für Ihre Flucht.
- Ihren Regenschirm. Mit ihm können Sie zuschlagen oder stechen.
- Ihre Handtasche. Sie kann wie eine Schleuderkeule auf den Angreifer geschlagen werden.
Stellen Sie eine „Beziehung" her
Als „Waffe" dienen auch Alarmgeräte, die zwar selten Hilfe mobilisieren, die aber den Täter zur Flucht veranlassen können. Der elektronische Alarm ist zwar sehr laut, aber nutzlos, wenn er nicht griffbereit ist. Hier liegt der Vorteil einer Trillerpfeife, die am Bändel um den Hals getragen werden kann.
Mit Tränengas können Sie den Gegner nicht auf Distanz halten, weil es dann nicht wirkt. Wenn er so nah ist, dass es wirkt, kann er das Gas gegen Sie richten.
Elektroschocks sind nur wirksam, wenn sie spitze Nadeln haben, die Stoff durchdringen, und wenn sie über hohe Stromstärke verfügen. Wenn sie nicht sofort abschreckend wirken, kann sie der Gegner gegen Sie selbst richten.
Der Einsatz eines Messers setzt eine Kaltblütigkeit voraus, die die meisten auch nach einem Training nur schwer aufbringen. Dann ist es aber eine hochwirksame Waffe, die nur von einem entsprechend trainiertem Gegner unschädlich gemacht werden kann. Das Problem ist auch die Verfügbarkeit: Welche Frau läuft ständig mit einem offenen Messer in der Tasche herum?
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