anti-kinderporno.de

So vermeiden Sie Risikosituationen

Wir haben keine amerikanischen Verhältnisse. Die ständige Furcht vor Vergewaltigungen ist deshalb unbegründet. Konzentrieren Sie sich auf die Situationen, die Sie beeinflussen können. Hören Sie nicht auf die Angst, aber auf Ihr Gefühl.

Der sichere Fußweg

Vermeiden Sie den Weg durch den dunklen Park oder die dunkle Unterführung. Wählen Sie eine beleuchtete oder belebte Straße. Gehen Sie auf der Seite, wo Ihnen die Autos entgegen kommen. Wenn ihnen ein Fußgänger entgegen läuft, wechseln sie eventuell die Straßenseite, wenn Ihnen Ihr Gefühl den Impuls dazu gibt. Ohne Hast, ganz selbstverständlich.

Suchen Sie Anschluss

Versuchen Sie in einsamen oder gefährlich erscheinenden Gegenden Anschluss an eine Einzelperson oder eine Gruppe zu halten, die Ihnen unverdächtig ist. Sprechen Sie gegebenenfalls sogar einen anderen an und bitten Sie um Begleitung.

Lenken Sie sich nicht ab

Setzen Sie keinen Kopfhörer mit Musikberieselung auf. So hören Sie, wenn sich jemand von hinten nähert und sind auch sonst aufmerksamer.

Parken Sie sicher

Stellen Sie Ihr Auto nicht im Dunkeln ab, wenn Sie es auf einem Frauenparkplatz oder in der Nähe des Ausgangs parken können. Parken Sie so, dass Sie schnell losfahren können, also ohne erst zu wenden.

Fahren Sie im richtigen Abteil mit

Generell sind öffentliche Verkehrsmittel sicherer als es die Medien darstellen. Benutzen Sie trotzdem in U- und S-Bahnen nachts möglichst das Abteil hinter dem Fahrer, der Funkverbindung zur Zentrale hat. Wählen Sie ein Abteil mit möglichst vielen Fahrgästen.

Wo sind Notrufsäulen?

Schauen Sie, wo sich die Notrufanlage oder Notbremse befindet. In den meisten Städten gibt es diese Einrichtungen auch auf den Bahnsteigen. Wenn ein Verdächtiger mit Ihnen aussteigt, fahren Sie lieber noch eine Station weiter.

Sicherung der Wohnung

Die eigene Wohnung bietet nur Schutz, wenn Sie Sicherheitsvorkehrungen treffen. Sicherheitsschloss und Türkette sollten jede Wohnungstüre sichern. Besonders im Sommer machen es offene Fenster und Balkontüren dem Vergewaltiger einfach, seinen Vorsatz auszuführen. Auch hier gibt es Sicherheitseinrichtungen.

Gefährdung in eigenen und in fremden Räumen

Vermeiden Sie es, mit Fremden allein in Ihrer Wohnung zu sein. Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung, ohne sich bei Nachbarn oder Freunden der Unterstützung versichert haben. Lassen Sie keinen Fremden unangemeldet in Ihre Wohnung, z.B. Handwerker, die Sie nicht selbst bestellt haben. Lassen Sie sich bei vorgelegter Türkette einen Ausweis zeigen und prüfen Sie ihn sorgfältig. Über die Vorwände, unter denen Fremde in Ihre Wohnung gelangen wollen, informieren wir Sie auf.

Raus aus meiner Wohnung!

Wenn jemand Ihre Wohnung nicht verlassen will, gehen Sie selbst! Und kommen Sie gegebenenfalls mit Verstärkung wieder. Kündigen Sie an: Ich hole jetzt die Polizei! Klingeln Sie beim Nachbarn oder laufen Sie auf die Strasse und rufen Sie um Hilfe.

Vorsicht beim Eintritt in fremde Wohnungen

Suchen Sie Unbekannte in fremden Räumen möglichst nicht alleine auf. Bei der Wohnungssuche oder beim Kauf von Privatsachen (Anzeigenangebote) ist das nicht ungewöhnlich.

Geschäftstermine nicht außerhalb der Geschäftszeiten

Vereinbaren Sie ohne plausiblen Grund kein Arbeits- oder Vorstellungsgespräch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten. Erzählen Sie Freunden, wohin Sie gehen. Sie könnten auch ins Gespräch einfließen lassen, dass Ihr Partner Sie hergefahren hat.

Sagen Sie deutlich, was Sie (nicht) wollen

Sie müssen aus Furcht vor Vergewaltigung nicht zum Einsiedler werden. Prüfen Sie aber gerade in entspannten Situationen wie in einer Kneipe oder auf einem Betriebsfest, ob Sie die Situation jederzeit steuern können. Verhalten Sie sich eindeutig: Ihr „Nein" ist nur dann ein „Nein", wenn Ihre Stimme, Ihr Körper und Ihr Verhalten ebenfalls „Nein" sagt. Versuchen Sie, aus einer kritischen Situation herauszugehen. Schreien Sie jemanden, der Ihr „Nein" nicht respektiert, lieber früher als später an.

Mitfahrt bei Fremden

Lassen Sie sich von niemandem heim fahren und bringen Sie niemanden heim, der Ihre Grenzen nicht respektiert - das kann Sie teurer als ein Taxi kommen. Vergewissern Sie sich beim Einsteigen, wo sich in einem fremden Auto Türöffner, Gurtschloss und Fensterheber befinden. Im Notfall können Sie schneller entfliehen oder sich bemerkbar machen.

Der berühmte Kaffee...

Was „auf ein Glas Wein„ oder „auf einen Kaffee" wirklich bedeuten kann, ist vor der Haustüre nur schwer abzuschätzen. Wenn an der neuen Beziehung wirklich etwas dran ist, sollte Sie die Trennung bis zum Morgen verkraften.

Der Partner als Feind

Die Vergewaltigung in der Ehe steht meistens am Ende einer langjährigen Gewaltbeziehung, in der die Mehrzahl der betroffenen Frauen wiederholt zum Opfer wird. Die Unterdrückung der Frau ist ein schleichender Prozess, der anfangs weder vom Opfer noch von Familie und Freunden erkannt wird. Häufig gelingt es dem Mann, die Frau als hysterisch darzustellen und sie von Familie und Freunden zu isolieren. Die emotionale oder finanzielle Abhängigkeit vom Partner hindert die meisten Frauen daran, eine solche Beziehung aufzugeben.

Ignorieren Sie nicht das erste Anzeichen von Gewalt

Eine Chance, der Katastrophe zu entgehen, liegt dann darin, schon beim ersten Zeichen sexueller Gewalt - als „Schuss vor den Bug" - Anzeige zu erstatten und/oder Zuflucht im Frauenhaus zu suchen. Seit 1. Januar 2002 ist ein neues Gewaltschutzgesetz in Kraft. Die Polizei kann demnach für Männer sofort Kontaktverbot aussprechen. Der Mann muss z.B. sofort die gemeinsame Wohnung für eine bestimmte Zeit verlassen. Die Frau hat dann Zeit, gerichtliche Schritte in die Wege zu leiten. Diese Regelung gilt für eheliche und nicht eheliche Lebensgemeinschaften.

Der Versuch zu einem „letzten Gespräch"

Die letzte Aussprache mit einem gewalttätigen Ex-Partner endet häufig auch mit sexueller Gewalt. Treffen Sie sich zu einem solchen Gespräch nie in Ihrer oder seiner Wohnung - in einem Lokal muss er sich zusammenreißen.

Quelle

nach oben