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Die Pädophilokratie Teil II
bis Washington
von David McGowan
August 2001
Diese Vertuschungsaktion bedeutete, so DeCamp, für mindestens fünfzehn der Hauptakteure ein vorzeitiges Ableben. So auch für den Untersuchungsermittler Gary Caradori, der zusammen mit seinem achtjährigen Sohn bei der Explosion seines Privatflugzeugs ums Leben kam. Wie die Zeugen bei denen er Beweismaterial sammelte, war auch er wiederholt bedroht worden. An seinem Auto wurden mehrfach Sabotageversuche unternommen.
Sein Bruder sagte aus, Caradori habe ihm kurz vor seinem Tod von einem neuen und wichtigen Beweisstück erzählt, nämlich ein Buch mit Adressen und Telefonnummern, für das "sie ihn töten würden", wenn sie davon Wind bekämen. Nach einem Augenzeugenbericht lagen die Wrackteile seines Flugzeuges über eine Strecke von etwa 1 1/2 Km verteilt. Ein Untersuchungsbeamter der nationalen Verkehrssicherheit bestätigte: "Die grosse Streuungsbreite der Trümmerteile ist ein sicheres Indiz dafür, dass das Flugzeug schon in der Luft auseinanderbrach."
Familienmitglieder behaupteten, aus dem Wrack würden wichtige Gegenstände fehlen, z.B. Caradoris Aktentasche. Innerhalb von 24 Stunden nach dem Absturz wurden alle seine Unterlagen durch das FBI beschlagnahmt. Trotzdem urteilte das Amt für Verkehrssicherheit, der Absturz sei ein Unfall gewesen, ohne Anzeichen eines Sabotageaktes.
Angeführt von Senator Schmit, der sehr wohl Sabotage vermutete, ordnete der Franklin-Ausschuss private Nachforschungen an. Als Ermittler wurde seltsamerweise Wiliam Colby beauftragt, ein Mann mit fünfzig Jahre nachrichtendienstlicher Erfahrung, (angefangen bei dem OSS im 2. Weltkrieg) und empfohlen durch seinen Schützling, DeCamp.
Colbys berufliche Laufbahn führte vom Stationsleiter der CIA in den 50er Jahren in Italien während der notorischen Operation Gladio, bis zum gleichermassen berüchtigten Phoenix-Programm in Vietnam in den 60er Jahren, das durch Attentate, Folter und Terror zwischen 20.000 und 40.000 Menschen das Leben kostete. Sein Spezialgebiet war dort Gehirnwäsche, einschliesslich Experimenten mit tödlichem Ausgang an Viet Cong Kriegsgefangene.
Unter Präsident Nixon diente Colby als CIA-Direktor, bevor er unter Präsident Ford in diesem Amt von George Bush abgelöst wurde. Wahrhaftig ein seltsamer Kandidat für eine Untersuchung zur Wahrheitsfindung. Dem Omaha World Herald zufolge stellte er fest, dass "obwohl der Absturz einige Merkwürdigkeiten aufwies, keine eindeutigen Beweise für Sabotage" vorhanden seien.
Ebenso entsetzlich wie die Spur der toten Zeugen war die Tatsache, dass die kindlichen Opfer eher als die mutmasslichen Täter im Gefängnis landeten. Ein junges Mädchen namens Alisha Owens bekam ein Urteil zwischen 9 und 25 Jahren wegen Meineids, - 10 Jahre länger als Kings Urteil wegen dem 40 Millionen Dollar Ausraub seines Kreditinstituts, - und gelangte zum traurigen Ruhm als die Frau, die in der Geschichte des Strafvollzugs in Nebraska am längsten in Isolierhaft sass.
In einem Interview mit dem Filmteam von "Verschwörung des Schweigens" erklärte DeCamp " Aus irgendeinem Grund mussten sie an jedem Kind, das ein potentieller Zeuge sein konnte ein Exempel statuieren." Senator Schmit, der den Filmemachern die Zerstörung seiner Karriere und seiner finanziellen Lage beschrieb glaubte offenbar, dass auch an Politiker in Nabraska ein Exempel statuiert werden sollte, - mit dem Ziel, die Untersuchung zu beenden.
Vor der Kamera sagte der offensichtlich schwer gezeichnete Schmit: "Früher glaubte ich fest daran, dass unser Rechtssystem funktioniert und man Verbrecher zur Rechenschaft zieht. Jetzt haben wir hier Opfer, die behaupten, missbraucht worden zu sein, und das Geschworenengericht bestätigt das sogar, versucht aber überhaupt nicht herauszufinden wer sie missbraucht hat. Statt dessen verurteilen sie Alisha Owens wegen Meineids. Aus meiner Sicht ist das unentschuldbar."
Ganze zehn Jahre sollten vergehen bis eins der Opfer auch nur annähernd etwas Gerechtigkeit erfuhr, und zwar nicht vor einem Straf-, sondern vor einem Zivilgericht. Im Frühjahr 1999 wurde ein Urteil gegen Larry King zugunsten vom Kläger Paul Bonacci rechtskräftig. Dieser war eines der am schwersten missbrauchten Opfer, dessen Leidensweg im Alter von 6 Jahren begann. Unter anderem wurde er gezwungen an Snuff-Videos mit Kindern mitzuarbeiten. Die Zusammenfassung der Entscheidung des Bezirksgerichts vom 22.2.1999 liest sich folgendermassen:
Fussnote zu Literaturhinweis Nr. 14
Dieses Buch ist wegen seinem ausgesprochen LaRouchhaften Sichtweise auch nicht unproblematisch. Bei einer grossen faktischen Genauigkeit bleiben Analyse und Interpretation wegen der ideologischen Ausrichtung des Autors auf der Strecke. Wie bei dem Buch von DeCamp sollte seine Verwendung als Quelle für diesen Artikel keine Rückschlüsse auf eine etwaige Billigung von Ideologien, Handlungen oder Parteilichkeit jener Autoren zulassen.
Nicht autorisierte Übersetzung
Glenys

