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Die Pädophilokratie Teil II

bis Washington
von David McGowan
August 2001

In Grossbritannien schrieb der Independent: "Nach Angaben der Bostoner Polizei lag er im Abendanzug bekleidet und ohne Anzeichen von äusserer Gewalteinwirkung auf seinem Bett im Ritz-Carlton Hotel. Die Polizei gibt keine Angaben zur Todesursache". Zuvor hatte die Post eine Mitteilung von Spence an einem Freund abgedruckt, worin es hiess: "Möglicherweise werde ich bald plötzlich verschwinden - es wird wie Selbstmord aussehen wird aber keiner sein."

Auch ausserhalb der Hauptstadt gerieten Politiker wegen Verbindungen zu grossangelegten Pädophilenbanden ins Rampenlicht. Larry King, genannt "der schwarze Shooting-Star der Republikanischen Partei" betrieb seine Geschäfte in Omaha im Bundesstaat Nebraska. Er pflegte Verbindungen sowohl zu Craig Spence wie auch zu Ronald Reagan, George Bush, Oliver North und weiteren hohen Tieren in Washington.

Diese Geschichte kam ans Licht nach dem Zusammenbruch der von King geführten Franklin Community Credit Union, eine von den vielen Kreditanstalten und Sparkassen, die in den 80er Jahren für Skandale und Pleiten sorgten. Vom Senat wurde eigens ein Franklin-Ausschuss eingerichtet, um den Verdacht auf finanziellen Betrügereien nachzugehen. Dieser fand sich jedoch zunehmend mit Hinweisen in Richtung Kinderprostitution und -pornografie sowie Ritualmorde konfrontiert. Bald erhielten Ausschussmitgliedern anonyme Drohungen.

Die Untersuchung führte zu einigen der mächtigsten Männern Nebraskas, u.a. dem Zeitungsverleger (und Tischgenosse von George Bush) Harald Andersen, dem Lokalreporter Peter Citron, zu einem Richter, zum Bürgermeister von Omaha, zum Abgeordneten für Sport und öffentlichen Anlagen, einem bekannten Anwalt, dem ehemaligen Polizeichef von Omaha, dem Geschäftsmann Alan Baer und zum Multimilliardär Warren Buffet, für dessen Sohn King ein politisches Fund-Raising organisiert hatte.

Selbst George Bush wurde von manchen der Opfern als Täter identifiziert. Dieser Skandal wurde auf landesweiter Ebene von den Medien völlig ignoriert und scheint nur deshalb in die lokale Berichterstattung gerutscht zu sein, um Stimmung gegen die Zeugen und deren "Hexenjagd" zu machen.

In Europa erregte der Fall doch mehr Aufmerksamkeit. Pronto, die grösste Wochenzeitung Spaniens berichtete über den Skandal, er habe "Politiker aus Nebraska und Washington mit engen Verbindungen zu George Bush und zum Weissen Haus belastet". Die CIA scheine "direkt daran beteiligt" zu sein und habe "die Mitarbeit bei der Untersuchung aufgekündigt, und die Anstrengungen anderer sabotiert."

Britische Dokumentarfilmer von Yorkshire Television in Zusammenarbeit mit dem Discovery Channel recherchierten monatelang und kamen zum Ergebnis, dass die jugendlichen Zeugen die Wahrheit sagten. Sie stellten einen Dokumentarfilm her mit dem Titel "Verschwörung des Schweigens", der am 3.5.1994 im Discovery Channel ausgestrahlt werden sollte. Nur wenige Tage vor dem Sendetermin wurde der Film ohne Angabe von Gründen gestrichen, und die Vernichtung sämtlicher Kopien angeordnet. Mindestens eine Kopie überlebte jedoch diese Säuberungsaktion und wurde in den Kreisen der "Verschwörungstheoretiker" von Hand zu Hand weitergereicht. In allen anderen Kreisen wird weitergeschwiegen.

Im Film wird die Operation Omaha als "ein großer Kreis reicher und einflussreicher Pädophilen" beschrieben, die einige Jahre schon ihre Geschäfte unter den Nasen einer ganzen Palette von städtischen, Landes- und Bundesbehörden betrieben, denen sie stets gerne, und auf perverse Weise zu Diensten waren. Der erste Untersuchungsermittler des Franklin-Ausschusses, Jerry Lowe berichtete: "Die Beweislage zu den Anschuldigungen über die Ausbeutung dieser Kinder ist ernüchternd. Allem Anschein nach handelt es sich hier um gut dokumentierte Fälle von Kindesmissbrauch und Kindesmisshandlungen, die mehrere Jahre zurückreichen. Die Tatsache, dass die zuständigen Polizeibehörden gar nichts unternommen haben raubt mir erst mal die Sprache."

Die Untersuchung brachte die Tatsache ans Licht, dass viele der kindlichen Opfer aus einer in den USA hochgeachteten karitativen Organisation namens Boy´s Town angeworben wurden, - zu der King seit 1979 engen Kontakt pflegte. Senator Loran Schmit bemerkte dazu: "Boy´s Town tauchte häufig im Laufe der Untersuchung auf, aber wir hatten grosse Schwierigkeiten, Information darüber zu bekommen." So erging es auch dem Filmteam von Yorkshire Television.

Der Republikanische Staatssenator und Mitglied des Franklin-Ausschusses John DeCamp trug darauf in seinem Buch "Vertuschungsaffäre Franklin" eine beeindruckende Menge Beweismaterial zusammen, die die Anschuldigungen seitens der betroffenen Kinder und anderen Beteiligten genauestens dokumentiert. Seine Belege für die massive Verheimlichungsaktion durch das FBI, die Ortspolizei, das zuständige Geschworenengericht, und natürlich die stets gefälligen Medien stimmen bedenklich.

Teil II - hier weiterlesen

Fussnote zu Literaturhinweis Nr. 14
Dieses Buch ist wegen seinem ausgesprochen LaRouchhaften Sichtweise auch nicht unproblematisch. Bei einer grossen faktischen Genauigkeit bleiben Analyse und Interpretation wegen der ideologischen Ausrichtung des Autors auf der Strecke. Wie bei dem Buch von DeCamp sollte seine Verwendung als Quelle für diesen Artikel keine Rückschlüsse auf eine etwaige Billigung von Ideologien, Handlungen oder Parteilichkeit jener Autoren zulassen.
Nicht autorisierte Übersetzung
Glenys

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