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Die Pädophilokratie Teil II
bis Washington
von David McGowan
August 2001
Anders ausgedrückt: jeder guter Anwalt könnte die Echtheit eines beliebigen Bildes glaubhaft in Frage stellen. Tatsächlich könnte man argumentieren, dass alle solche Computererzeugten Bilder "nur scheinbar Bilder von Kindern" sind. Denn Computerabbildungen sind ja keine Fotos, sondern nur digitale Dateien, die es ermöglichen, das Faksimile eines Originalfotos abzurufen. Ab diesem Punkt hätte man gute Chancen vor Gericht zu beweisen, dass alle digital übertragene und abgerufene Kinderpornografie deshalb legal sei, weil keine "wirklichen Kinder" dargestellt werden.
Das sollte für Stimmung sorgen bei den internationalen Kinderpornonetzwerken, da die USA ihr grösster Absatzmarkt ist. Der Schriftsteller Gordon Thomas, der auf diesem Gebiet forscht, nennt die USA Ziel Nr.1 für alle weltweit hergestellte Kinderpornografie. Das Geschäft boomt und hatte Anfang der 90er Jahre einen Umsatz von 3 Milliarden Dollar erreicht.
Anhand von Polizeistatistiken konnte Thomas belegen, dass 1991 über 22 Millionen Kopien von Kinderpornovideos in den USA entweder verkauft oder ausgeliehen wurden, auch wurde viel von dem Material gleich im Inland hergestellt, "wo es zum grössten Sektor überhaupt innerhalb des US-amerikanischen Filmbetriebes zählt". Jan Hollingsworth stimmt diesen Zahlen bei und beschriebt Kinderpornografie als "ein Industriezweig mit 3 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr im Inland, und weltweit das Doppelte. Er ist viel, viel grösser als Disney".
Zum Thema Disney schreibt Thomas weiter, dass Kinderpornovideos im internationalen Handel oft mit Disney-Videohüllen getarnt werden. Seltsamerweise hiess der erste Mann, der von dem Urteil des 9. Bezirksberufungsgerichtes profitierte Patrick J. Naughton - der selbe Naughton, der als leitende Angestellter für die Walt Disney Co. eine kindgerechte Web-Site betrieb und später wegen Kinderpornografie vor Gericht stand. Sein Urteil wurde am 16. Dezember verlesen, - nur einen Tag vor dem Urteil über das Gericht selbst. Innerhalb von Stunden wurde Naughton gegen eine Kaution von 100.000 US-Dollar freigelassen, obwohl er, wie man in der Times lesen konnte, wegen "Besitz von Bildern von wirklichen Kindern" verurteilt wurde. Die Freilassungsentscheidung sollte bis zu dem Zeitpunkt gelten da "die vollen Auswirkungen des Gerichtsbeschlusses genauer eingeschätzt werden können". Das Unterlaufen der noch bestehenden Möglichkeiten zur rechtlichen Handhabe lässt sich also mit ziemlicher Sicherheit vorhersagen. .
Im engen Zusammenhang mit der Kinderpornografie steht natürlich auch das grundlegende Übel des Kindesmissbrauchs. Alle Kinder, die gezwungen werden in der Pornografiebranche zu arbeiten sind ja missbrauchte Kinder, deren Misshandlungen auf Film festgehalten werden, um weitere perverse Missbraucher zu unterhalten. In diesem Zusammenhang muss man auch das immer problematische Thema der "vermissten Kinder" sehen.
Es wird heftig darüber debattiert, ob vermisste Kinder in Amerika überhaupt ein Problem darstellen. Manche behaupten, dass aufwärts von 200.000 Kinder jedes Jahr spurlos verschwinden, während andere darauf bestehen, dass eine solche Zahl völlig übertrieben sei, und dass Entführungen von Kindern durch Fremde in heimtückischer Absicht relativ selten vorkommen.
Leider weiss das niemand ganz genau, da das FBI (für die Verbrechensstatistiken der USA zuständig) keine Dokumentation darüber führt. Ted Gunderson, ein ehemaliger FBI-Leiter in Los Angeles drückte es so aus: "Das FBI zählt jedes Jahr ganz genau die Anzahl der gestohlenen Autos, der Morde, Vergewaltigungen und Raubüberfällen, hat aber keine Ahnung, wie viele Kinder jedes Jahr verschwinden. Die führen einfach keine Statistik".
Viele Leute glauben, diese Statistik existiere deswegen nicht, weil das FBI die Zahlen nicht wissen will, oder besser ausgedrückt, nicht will, dass die US-Bevölkerung sie weiss. Was man tatsächlich weiss ist, dass die Anzahl der wegen Kindesmissbrauch erstatteten Anzeigen steil angestiegen ist. Zwischen 1963 und 1988 stiegen die bekanntgewordenen Fälle von 150.000 auf 2.000.000 pro Jahr, - eine Steigerung von 1300% in nur 25 Jahren.
Tatsächlich ist Kindesmissbrauch vielleicht die häufigste und auch schwerwiegendste Verbrechensart in der amerikanischen Gesellschaft überhaupt - wenn man bedenkt, dass es als Wegbereiter für so viele der weiteren sichtbareren Verbrechensvarianten des westlichen Kulturkreises dient. Thomas dazu: "Über 90% aller Gefängnisinsassen im Teenageralter sind heutzutage Opfer von Kindesmissbrauch", und die Anzahl der Straffälligen in dieser Altersgruppe wächst unaufhörlich.
Zu diesem Missstand schrieb die Los Angeles Times im März 2001 folgendes: "Präsident (ein unangemessener Gebrauch dieses Wortes) Bush hat einen Etat verabschiedet, der tiefe Einschnitte in die Programme zur Prävention von Kindesmissbrauch und für die Kinderfürsorge vornehmen wird... Ein Programm zur Verhinderung von Kindesmissbrauch wird um 18% gekürzt". Dieses Geld findet sicher eine angemessenere Verwendung in Steuervergünstigungen für die Reichen und für Flugabwehrraketen. Aber ich komme vom Thema ab.
Fussnote zu Literaturhinweis Nr. 14
Dieses Buch ist wegen seinem ausgesprochen LaRouchhaften Sichtweise auch nicht unproblematisch. Bei einer grossen faktischen Genauigkeit bleiben Analyse und Interpretation wegen der ideologischen Ausrichtung des Autors auf der Strecke. Wie bei dem Buch von DeCamp sollte seine Verwendung als Quelle für diesen Artikel keine Rückschlüsse auf eine etwaige Billigung von Ideologien, Handlungen oder Parteilichkeit jener Autoren zulassen.
Nicht autorisierte Übersetzung
Glenys

