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Die Pädophilokratie
Aus Brüssel....
David McGowan
August 2000
Noch vor dem Beginn der Wonderland-Razzien berichtete die Mercury News, daß "der mutmaßliche Anführer des Orchid Clubs zusammen mit 12 weiteren Personen entweder angeklagt oder schon verurteilt" wären.. Die Verbrechen wurden als "Anwerben von jungen Verwandten, und Freunden der eigenen Kinder zwecks Mißbrauch vor der Kamera."
Wie der Wonderland Club, beteiligte sich auch der Orchid Club an der "Ausbeutung von Kindern als Reality-Geschäft" im Internet. Clubmitglieder konnten Wünsche anmelden, und die Umsetzung live in Sondersendungen erleben. Der Club hielt auch ein pädophiles "Gipfeltreffen" ab, wo Mitglieder "sich über die prepubertären Mädchen austauschten, die sie mißbraucht und fotografiert hatten". Sinnigerweise fand der Gipfel am 20. April statt -Hitlers Geburtstag, und ein der satanistischer Hauptfeiertag. Der späte März 2001 sah die Entlarvung eines neuen Netzwerks. Der Independent berichtete: "US-Behörden gaben die Festnahme von 4 amerikanischen Bürgern wegen Beteiligung an einem internationalen Kinderpornografiering namens Blue Orchid bekannt." Tags darauf stand in der Los Angeles Times: "In den USA und Rußland knackte die Polizei ein internationales Pornografienetzwerk mit Sitz in Moskau. Videobänder mit Aufnahmen von Kindern bei sexuellen Handlungen wurden über das Internet vertrieben."
Diese Videos kosteten "zwischen 200 und 300 Dollar das Stück". Die AP meldete, die Polizei habe "etwa 600 Videos, 200 CD-Roms und viele Kisten mit Fotos beschlagnahmt". Videoüberspielgeräte und Unterlagen über Verkauf und Versand wurden auch konfisziert, die "polizeilichen Untersuchungen in 24 Ländern auslösten ... vieles wurde in den USA gekauft, aber auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Dänemark, China, Kuwait, Mexiko und Dutzenden anderen Ländern".
Die Times schrieb von neun Festnahmen und 15 Durchsuchungsbefehlen. Die AP berichtete, daß von den vier in Rußland Festgenommenen, zwei leider schon "Selbstmord verübt" hätten. Bei der Times hieß es hintergründig, der Ring habe "maßgefertigte Videos" zum Preis von 5000 Dollar das Stück angeboten. Der Inhalt wurde nicht bekanntgegeben.
Bekannt wurde, was offensichtlich war: "Das Vorkommen von Kinderpornographie hat mit dem rasanten Wachstum des Internets dramatisch zugenommen. Es gibt etwa 100,000 Websites auf der ganzen Welt, die mit Kinderpornographie zu tun haben." Die Bestätigung folgte am nächsten Tag mit der Meldung von weiteren Polizeirazzien gegen einen neuen Pädophilenring in Großbritannien.
Der Guardian dazu: "Mehr als 30 Pädophilieverdächtigte, darunter ein bei einer nationalen Jugendorganisation Beschäftigter, wurden gestern bei Tagesanbruch während Polizeirazzien festgenommen." Einmal wieder ging es um Verkauf und Austausch von Aufnahmen "die den Mißbrauch von Kindern zeigen".
Ein Bericht des Independent zitierte einen Polizeisprecher: "Die Festgenommenen arbeiteten z.T. in sensiblen Berufen", die leider nicht genannt wurden. Weiter sprach er von einem "unheiligen Szenario mit einigen jugendlichen Tätern." Ein Junge sei wohl erst 13 Jahre alt.
Die Polizei gab zu, der Junge sei "auch ein potentielles Opfer, und auch als solches behandelt" würde, was selbstverständlich sein müßte. Trotzdem schrieb der Independent dazu in Mai, der Junge sei "einer der jüngsten jemals ermittelten Sexualverbrecher". Im Monat darauf erschien ein Bericht im Guardian über Eric Franklin Rosser, angeklagt wegen Kinderpornographie, auf der FBI-Liste der 10 meistgesuchten Kriminellen und ehemaliger Keyboardspieler für John Cougar Mellencamp. Dem Bericht zufolge "glauben Untersuchungsbeamte, daß Rossers Material zu dem bei einem britischen Pädophilennetzwerk beschlagnahmten Aufnahmen gehört. ... Der Club namens Teenboys hat vermutlich mehr als 1800 Mitglieder. ... Teenboys scheint größer zu sein als der berüchtigte Wonderland Club."
Derweil wurde in Australien ein Pädophilenring mit hochrangigen Regierungsbeziehungen völlig anders angefaßt. Die Times schrieb am 17.7.1998 dazu: "Hinter einer Reihe von grausamen "Schwulenhaß"-Tötungen in der Gegend um Sydney vermutet die Polizei einen Serienmörder, der seine Opfer eventuell innerhalb eines berüchtigten Pädophilenrings aussucht. Der neueste Fall von Verstümmelung und Mord traf den am längsten amtierenden Bürgermeister Australiens, den 68-jährigen Frank Arkell, der in seiner Wohnung erschlagen wurde. Arkell wurde schon 29 mal wegen Sex mit Minderjährigen angeklagt.
Zwei weitere Männer, einer davon ein wegen Straftaten an Kindern überführter Sexualtäter, erlagen in den letzten Monaten Attacken unter ähnlichen Umständen. Arkell, der früherer Oberbürgermeister von Wollongong, 50 Meilen südlich von Sydney, war ein wichtiger Zeuge vor dem königlichen Ausschuß zur Untersuchung von Korruption bei der Polizei. Der Ausschuß hatte der ein Pädophilennetzwerk aufgedeckt."
Auszug aus dem Buch mit dem vielsagenden Titel "Sie werden belogen".
Nicht autorisierte Übersetzung
Glenys

