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Die Pädophilokratie

Aus Brüssel....
David McGowan
August 2000

"Wonderland" heißt auch die vierteljährliche Veröffentlichung der "Lewis Carroll Sammlergilde", die sich selber als "freiwilliger Zusammenschluß von Menschen, die an der Schutzwürdigkeit vom freien Zugang zu Nacktdarstellungen glauben, und deren Interessen vorpubertäre Nacktdarstellungen einbeziehen." Wie Gordon Thomas es ausdrückt: "Die Seiten von Wonderland sind mit den "Wonnen" der "transgenerationalen Erotik" gespickt." So sieht das Erbe eines der meistgelesenen Kinderbuchautoren aus. Aber ich schweife ab.

Die San Jose Mercury News berichtete, daß "Polizei in 22 US-Staaten und 13 fremden Ländern Razzien koordinierten, um einem Kinderpornoring im Internet das Handwerk zu legen. ...Zu dem Netzwerk gehören bis zu 200 Personen in der ganzen Welt, die via Internet Tausende von explizit sexuellen Bildern, auch von Kindern im Alter von 18 Monaten austauschten." Der Independent schrieb später darüber, der Ring habe auch "live Bilder von Kindesmißbrauch per Web-Cam-Übertragung durch das Internet verbreitet".

Die Razzien erstreckten sich über "Australien, Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Norwegen, Portugal und Schweden" - so die New York Times. "Einige Dutzend Personen wurden festgenommen, von offizieller Seite hieß es, es könnte insgesamt mehr als 100 Anklagen geben." Der Independent schrieb später von einer Endziffer von "107 Festnahmen". Die Mercury News deutete an, dies wäre "die Spitze eines Eisberges, - der Ring erstreckt sich über 47 Ländern."

"Es dreht einem den Magen um," hieß es von offizieller britischer Seite. Die Times enthüllte, daß "Mitglieder des Wonderland Clubs Bilder ihrer eigenen Kinder angeboten haben, oder für die Nutzung ihrer Kinder Geld genommen haben". Der Guardian berichtete, daß über 1250 Kinder auf den Fotos und Videos zu sehen waren. "Viele von ihnen erlitten dabei grausame Verletzungen, und man sah wie sie hemmungslos weinten während sie geschändet wurden." Der Independent fügte hinzu: "Die kindlichen Opfer waren größtenteils unter 10 Jahre alt."

Ein BBC-Bericht sprach von mehr als "750,000 Computerbilder von Kindern, die insgesamt bei allen Razzien konfisziert wurden." Ein Hauptkommissar bei der britischen Verbrechensbekämpfungskommission nannte die Bilder "ekelerregend", das Verhalten der Täter sei "unvorstellbar grausam", und obwohl die amerikanische Presse den Fall ignoriere, "habe der Wonderland Club seinen Ursprung in den USA."

Bei den Dutzenden von Razzien in amerikanischen Wohnungen, beschlagnahmte man auch eine Festplatte mit mehr als 100,000 Sexbildern von nackten Jungen und Mädchen. "Interessanterweise förderte eine Razzia in Missouri nicht nur Kinderpornographie sondern auch einen Waffenversteck in einem gepanzerten Anhänger ans Licht" schrieb die Times -wieder mal ein Beweis für die Verflechtungen zwischen organisierter Pädophilie und anderen terroristischen Gewalttaten, wie im Fall Dutroux.

Wie bei den früheren Razzien in Europa folgte bald eine Welle von "Selbsttötungen". Am 24. Oktober schrieb die Mercury News, daß schon 4 der 34 US-Verdächtigen sich das Leben genommen hatten., einschließlich eines Militärpiloten a.D., eines Mikrobiologen an der Universität Connecticut und eines Computerspezialisten.

In Großbritannien ergaben die Wonderland-Razzien (genannt Operation Kathedrale) Anklagen gegen 8 Verdächtigen. Vier Monate danach starb einer davon, wieder an "Selbstmord". Die anderen 7 erhielten im Februar 2001 unverhältnismäßig leichte Strafen - zwischen 12 und 30 Monaten Haft- für die Komplizenschaft bei unvorstellbar grausamen Körperverletzungen an zahllosen Kindern.

Ein paar Wochen vor der Urteilsverkündung berichtete der Guardian von der "Verhaftung von 13 der Pädophilie Verdächtigten im bislang größten Schlag gegen Kinderpornographie in Großbritannien." Schon wieder wurden Berge von entsetzlichem Beweismaterial beschlagnahmt, hauptsächlich Bilder von Vergewaltigungen und sexuellem Mißbrauch an Kindern."

Im Februar 2001 schrieb der Independent: "Detektive im [Wonderland-]Fall stellten fest, daß Clubmitglieder auch anderen Kinderpornografiegruppen angehörten." Eine der am engsten verbündeten Gruppen hieß Orchid Club , der 1996 bei einer Untersuchung in San Jose in Californien aufgefallen war. Damals hatte man 16 Männer wegen gemeinschaftlicher Herstellung und Austausch von Kinderpornographie angeklagt. Mitglieder des Clubs wurden in mindestens 9 US-Staaten und 3 weiteren Ländern ausfindig gemacht.

Teil I hier weiterlesen

Auszug aus dem Buch mit dem vielsagenden Titel "Sie werden belogen".
Nicht autorisierte Übersetzung
Glenys

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