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Die Pädophilokratie

Aus Brüssel....
David McGowan
August 2000

Zwei Tage später durchsuchte die Polizei erneut Dutroux´ Haus und entdeckte das schallgedämmte Folterzentrum. wie CNN berichtete, hatte die Polizei drei Jahre zuvor Hinweise eines Informanten ignoriert, der behauptete, Dutroux baue "geheime Keller, um Mädchen gefangenzuhalten, bevor er sie ins Ausland verkaufe". 1995 hatte der gleiche Informant der Polizei erzählt, Dutroux habe einem nicht näher identifizierten Mann den Gegenwert von "3000 bis 5000 Dollar für die Entführung von Mädchen" angeboten.

Unfaßbar für alle, stand später im Guardian, daß die Polizei tatsächlich ein Video besaß, auf dem der Bau des Verlieses festgehalten war: "die belgische Polizei hätte das Leben von zwei vermutlich von Dutroux ermordeten Kindern retten können, hätten sie das aus seinem Haus beschlagnahmte Video auf dem er beim Bau der versteckten Zelle zu sehen war angeschaut". Das Band war bei einer ihren früheren Haudurchsuchungen mitgenommen worden.

Bei der letzten Durchsuchung fand man zwei angeketteten fast verhungerten 14-jährigen Mädchen in dem Verließ. Sie beschrieben der Polizei, daß sie zur Kinderprostitution und für Kinderpornografievideos benutzt worden waren. Mehr als 300 solche Videos wurden von der Polizei beschlagnahmt.

Am 17. August nahm die Geschichte eine noch grausamere Wendung als man zwei 8-jährige Mädchen im Beton unter einem weiteren Dutrouxanwesen begraben fand. Später sollte man erfahren, daß die Mädchen nach ihrer Entführung neun Monate lang in einer von Dutroux´ heimlichen Zellen festgehalten wurden. Während dieser Zeit wurden sie wiederholt gefoltert und brutal sexuell mißbraucht - alles war auf Video festgehalten - danach ließ man sie einfach verhungern. Neben ihren ausgezehrten Leichen fand man den Leichnam von Bernard Weinstein, einem früheren Komplizen von Dutroux, der jahrelang in einem seiner Häuser gewohnt hatte. Er war lebendig begraben worden

Einige Wochen später fand man zwei weitere unter Beton begrabene Mädchen auf einem anderen Grundstück von Dutroux. Zu diesem Zeitpunkt waren schon zehn Leute im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen worden. An einem anderen Ort in Belgien, so der News Telegraph, fand man "die Leichen von 2 Frauen und weitere Leichenteile in der Tiefkühltruhe eines libanesischen Restaurants in Brüssel"

Der Anzahl der Leichen stieg im direkten Verhältnis zur fassungslosen Empörung der belgischen Bevölkerung. Sie verlangten Auskunft darüber, warum die "belgische Bestie" nach einer so absurd kurzen Gefängnisstrafe wieder auf freiem Fuß gesetzt worden war, und warum angesichts des wachsenden Berges von Beweismaterial und der fortgesetzten Mädchenentführungen die Polizei es vorgezogen hatten, untätig zu bleiben. Wie viele Mädchen waren durch diese Unterlassungen noch gestorben? wollte man wissen.

Die Los Angeles Times goß noch mehr Öl ins Feuer mit der Nachricht, daß Marie-France Botte, eine angesehene Aktivistin für die Rechte von Kindern behauptet habe, das Justizministerium besitze "eine politische hochbrisante Liste mit den Namen von Käufern der pädophilen Videobändern".

Im gleichen Bericht stand:

"Eine weitere Komplikation ist der Fund eines Motorrades, das angeblich bei der Ermordung des bekannten belgischen Geschäftsmannes und Politikers André Cools benutzt wurde. Michel Bourlet, oberster Staatsanwalt bei der Pädophilenanklage erklärte öffentlich, daß die Untersuchung nur ohne politische Einmischung zu ende gebracht werden kann. Bourlet wurde vor einigen Jahren vom brisanten und bislang ungelösten Cools Fall entfernt."

Time Magazine erwähnte auch die dubiosen Verbindungen zwischen dem Fall Dutroux und Personen des organisierten Verbrechens. Viel später sollte der oberste Untersuchungsrichter Marc Verwilghen unverblümt zugeben: "Aus meiner Sicht handelt es sich beim Fall Dutroux um organisiertes Verbrechen." Time erwähnte auch heimliche "unterirdische Tunnel" ähnlich wie die Tunnel in den Aussagen der Kinder 10 Jahre zuvor im berüchtigten Fall McMartin-Vorschule.

Teil I hier weiterlesen

Auszug aus dem Buch mit dem vielsagenden Titel "Sie werden belogen".
Nicht autorisierte Übersetzung
Glenys

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