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Die Pädophilokratie

Aus Brüssel....
David McGowan
August 2000

"Pädophile dürfen mutig und frei das vertreten, was sie wollen. ... Ich bin auch Theologe, und als solcher glaube ich, daß Nähe, Intimität und körperliche Vereinigung zwischen Menschen Gottes Willen entsprechen. ... Pädophile können die Behauptung aufstellen, daß die Suche nach Intimität und Liebe etwas ist, was sie frei gewählt haben. Freimütig dürfen sie bekennen: Ich glaube, dies entspricht Gottes Willen."

Ralph Underwager, "Sachverständiger" für die Verteidigung in Dutzenden von Kindesmissbrauchsprozessen und ehemals lautstarkes Mitglied der False Memory Syndrome Foundation in einem Interview in Paidika (einem propädophilen Organ) im Juni 1991

Kaum ein Amerikaner kennt den Namen Marc Dutroux. Bei Belgiern dagegen löst der Name heftige Reaktionen aus. Dutroux, der mit seiner Frau 1989 wegen Vergewaltigung und brutalem Mißbrauch an fünf jungen Mädchen, die Jüngste knapp 11 Jahre alt verurteilt wurde, steht jetzt im Mittelpunkt einer Anklage wegen der Organisation eines internationalen Kinderprostitutions- und Pornografierings, der für Entführungen, Vergewaltigungen, sadistische Folterungen und Morde verantwortlich ist.

Dutroux wurde 1989 zu 13 Jahren Haft verurteilt, aber nach 3 Jahren wieder freigelassen, obwohl er, wie der Gefängnisdirektor Yvan Stuaert später einer Parlamentskommission berichtete, " in einem medizinischen Bericht als perverser Psychopath, als eine explosive Mischung beschrieben wurde. Er stellte ganz offensichtlich eine Gefährdung für die Gesellschaft dar."

Der Mann, der Dutroux befreite, Justizminister Melchior Athelet bekam bald darauf die hochangesehene Ernennung zum Richter am Europäischen Gerichtshof in den Haag. Kurz nach Dutroux Freilassung begannen junge Mädchen in der Nähe seines Hauses zu verschwinden. Obwohl er arbeitslos gemeldet war und staatliche Unterstützung bezog besaß er wenigstens 6 Häuser und führte einen gehobenen Lebenstil.

Sein üppiges Einkommen scheint aus seinem Handel mit Kindersexsklaven, Kinderprostitution und Kinderpornographie zu stammen. Viele seine Häuser standen scheinbar leer, wurden tatsächlich aber als Folter- und Gefängniszentren benutzt. Hier wurden entführte Mädchen in unterirdischen Verliesen festgehalten.

Manche seiner Häuser wurden nach seiner frühen Freilassung jahrelang so benutzt.Ständig wachsendes Beweismaterial hätte diese Tatsachen der Polizei offenbaren müssen. Erwartungsgemäß ignorierte die Polizei die vorhandenen Informationen, oder sie verhielt sich entweder völlig inkompetent (den meisten Presseberichten zufolge) oder komplizenhaft ( nach einer logischen Einschätzung der Lage).

Sie ließ z.B. routinemäßig Hinweise fallen, die sich später als zutreffend erwiesen, - einschließlich der Behauptung von Dutroux´ eigener Mutter, daß ihr Sohn in einem seiner Häuser Mädchen gefangen hielt. Zusätzlich wurde den Ermittlern, die die Entführungsfälle bearbeiteten, wichtige Informationen vorenthalten, und die Kommunikationswege wurden häufig auf unerklärlicher Art und Weise unterbrochen, was die Untersuchungen grundlos behinderten.

Die Polizei durchsuchte eines von Dutroux´ Häusern sogar dreimal während den Untersuchungen. Dabei wurden während zweier dieser Durchsuchungen zwei der vermißten Mädchen unter entsetzlichen Bedingungen in einem speziell errichteten Verlies im Keller festgehalten. Trotzdem fanden die Polizisten nichts, - obwohl anwesende Beamte "bei einer der Durchsuchungen Kinderstimmen hörten", so der Guardian.

Erst am 13. August 1996, 4 Jahre nach den ersten Vermißtenfällen wurde Dutroux verhaftet, zusammen mit seiner Frau - einer Grundschullehrerin -, einem Untermieter, einem Polizisten und einem weiteren Komplizen mit "politischen Beziehungen" (so der Guardian), der später als Michel Lelievre identifiziert wurde.

Teil I - hier weiterlesen

Auszug aus dem Buch mit dem vielsagenden Titel "Sie werden belogen".
Nicht autorisierte Übersetzung
Glenys

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