Chaity - Aktion

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Wir sind KEINE Meldestelle für Darstellungen sexueller Gewalt (Kinderpornografie). Bitten nutzen Sie eine der Meldeadressen

kampf der Worte
Der verlorene Kampf um die Wörter
MONIKA GERSTENDÖRFER
Opferfeindliche Sprache bei sexualisierter Gewalt Ein Plädoyer für eine angemessenere Sprachführung. Mit einem Vorwort von Michaela Huber
ca. EUR (D) 19,50; sFr 34,30; EUR (A) 20,10
200 Seiten - kart.
ISBN-10: 3-87387-660-4
ISBN-13: 978-3-87387-641-5
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anti-kinderporno.de

Hintergründe und Fakten zu „Kinderfolter, Informationstechnologie, Strafverfolgung”:

Allgemeines Fakt ist, dass kaum ein Mensch – incl. Der Verantwortlichen – eigentlich weiß, was Kinder“pornographie“ wirklich ist und was sie für die direkt Betroffenen und die gesamte Gesellschaft tatsächlich bedeutet. Das darf man nicht als Vorwurf verstehen, sondern als Fakt akzeptieren. Damit ist der erste wichtige Schritt zur Versachlichung getan.

Kurzer Abriss zur Entwicklung: Wechselwirkungen mit neuer Technik

Der Kinderfoltermarkt hat sich seit ca. Mitte der 80-er Jahre als Branche schnell weiterentwickelt. Der Grund liegt in der Interaktion mit der Erfindung neuer technischer Artefakte; Werkzeuge, die Herstellung, Verbreitung und Vertrieb erheblich erleichtern.

Zunächst war es die Videokamera, durch die jeder Privatmensch ein einfach zu handhabendes Tatwerkzeug in die Hände bekam. Hierdurch wurde die Herstellung für immer mehr Menschen möglich, die grundsätzlich einfacher und leichter zu vertreiben war (Kopienanfertigungen). Damit stiegen Privatheit, Geheimhaltungsmöglichkeiten und Intransparenz für die Ausübung von realer Gewalt.

Der Mega-Schub kam durch die Informationstechnologie (IT). Zunächst im PC-Bereich durch interaktive CD-ROMs (der Konsument kann nun aktiv in das Geschehen eingreifen), durch Scanner und Video-Digitizer (der Konsument wird zum Produzent), durch CD-Brenner (der Konsument wird zum Produzent und Vertreiber) – und schließlich durch Email, world wide web (www), IRC, Usenet (NGs) etc. Letztere sind ein Segen für die Menschen, wenn es um konstruktive Vorhaben von Firmen oder sonstige Organisationen sowie Einzelpersonen geht.

Sämtliche Vorteile der genannten technischen Artefakte dienen aber auch Verbrecherorganisationen und einzelnen Verbrechern. Sie haben längst semiprofessionelles Verhalten durch die Hilfe der neuen Kommunikationswerkzeuge entwickelt.

Professionell arbeitende Organisationen haben ihre Strukturen und Vertriebswege mittlerweile straff organisieren können. Konspiratives Verhalten und geringes Risiko versprechen großen Profit mit extrem geringem Risiko, erwischt (und bestraft) zu werden. Der Knackpunkt ist hier die Anonymität und fehlende Rahemnbedingungen für Strafverfolgungsbehörden, hier wirklich grundlegend eingreifen zu können.

Zudem haben pädokriminelle Kreise bestimmte Codes entwickelt, die sie sowohl in Chiffre-Anzeigen als auch im Netz benutzen. Um es stark verkürzt auszudrücken: Wenn man den Pädokriminellen – als Einzeltäter und Organisation - tatsächlich den Kampf ansagen wollte, müsste man systematisch mit vielen gut ausgebildeten (psychologisch, technisch) und bestens ausgerüsteten (technisch wie gesetzesmäßig) Beamten systematisch die wirkliche (Zeitungsinserate usw.) und die virtuelle Welt „abgrasen“. Theoretisch ist das möglich.

Praktisch ist es (noch) unmöglich, da die Verantwortlichen die dazu notwendigen Rahmenbedingungen bislang nicht geschaffen haben (siehe „Forderungen“ weiter unten).

Halbwissen oder Unwissenheit, was die hier involvierten unterschiedlichsten Spezialgebiete anbelangt, tun ein Übriges.

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