anti-kinderporno.de

Der Brief an den Bundeskanzler Gerhard Schröder

in der stillen Hoffnung erhört zu werden.

10. März 1999

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schröder, 

in der stillen Hoffnung, das diese Zeilen Sie auch persönlich erreichen,wende ich mich heute an Sie.

Vor ca. 2 Jahren, habe ich mich an die Fraktion der SPD im deutschen Bundestag mit der Bitte gewand, den § 181 zur Novellierung neu zu diskutieren.

Hintergrund dieses Gedanken ist es, dass viele Organisationen wie deutscher Kinderschutzbund, Stopp-Kinderporno und wir  "anti-kinderporno im Internet"  in ihrer Arbeit behindert werden.

Grundsätzlich ist die Strafverfolgung Sache der exekutiven Staatsmacht. Die Ermittlungsbehörden jedoch, sind nach eigenen Angaben auch auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Mangelnde Ausbildung, unzureichende Ausrüstung und nicht zuletzt mangelndes Personal erschweren die Arbeit. Kinder, die zunehmend einen besonderen Schutz bedürfen und auch in den Medien immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Kindsmißbrauch und Verbreitung von Pornomaterial in den neuen Medien mehr und mehr zur einer neuen "Modeerscheinung" wird.

Viele engagierte Bürger möchten dem Treiben nicht mehr tatenlos zusehen, und wollen durch Aktivitäten auch aktiv zum Schutz unserer jüngsten Bürger beitragen.

Genau diese Bemühungen werden jedoch durch die zu Zeit gültigen Rechtslage, durch den Staat verhindert. Gesetze machen ihren Sinn. Jedoch nur dann, wenn man damit Straftaten verhindert oder verfolgen kann. Sie machen keinen Sinn, wenn die Verhinderung zur Straftat wird. Unsere konstruktiven Vorschläge wären wie folgt:

1. Organisationen und Vereine nach eingehender Überprüfung durch eine Überwachungsstelle eine Art Imunitätsstatus zu verleihen, um nicht durch ihre Arbeit zu Tätern zu werden.

2. Oder den § 170 - 185 StGB im Bundesrat zur Novellierung neu einzubringen, mit dem Ziel helfende Organisationen zu unterstützen.

Die konkrete Vorstellung geht dahin, für diese Organisationen einen ähnlichen Status zu erreichen, wie sie zur Zeit nur von der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften (BPS) vorliegt. (auch die BPS ist ein Verein und keine Bundeseinrichtung)

Wir haben auch in den vergangenen Jahren Sie stets als einen angagierten und fürsorglichen Politiker kennengelernt, der stets bemüht war ein offenes Ohr für die "Basis" der Bevölkerung zu haben.

Wir hoffen sehr auf Ihr persönliches und politisches Angagement um uns bei der Arbeit zum Schutze der jüngsten Bürger zu unterstützen.

Der Blick ist nach vorne gerichtet und zeigt uns klar:

Unsere Kinder von heute sind unsere Zukunft von morgen. Sie sind unser größtes Gut. Diese gilt es zu behüten und zu beschützen.

Hochachtungsvoll

Udo Blumenthal

- im Kampf gegen Kinderpornografie und Mißbrauch im Internet -

http://www.anti-kinderporno.de

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