Verhalten bei einer Vergewaltigung

Der Anfang: Die Belästigung

Wenn Sie belästigt werden, rufen Sie nicht einfach „Hilfe", sondern sprechen Sie jemanden gezielt um konkrete Hilfe an: „Hallo Sie mit der Baseballkappe, helfen Sie mir, oder holen Sie die Polizei!" oder „haben Sie ein Handy? Rufen Sie die Polizei!" Damit machen Sie es dem Außenstehenden schwer, sich in der Anonymität zu verstecken.

Flucht geht vor Verteidigung

Flüchten Sie, wenn Sie gute Chancen haben, einen sicheren Ausweg zu erreichen. Wenn die Flucht nicht möglich ist, wenn Sie nicht entkommen können, versuchen Sie, möglichst viel von dem Folgenden zu beherzigen:

  • Zeigen Sie keine Angst. 
  • Achten Sie darauf, ruhig ein- und auszuatmen. 
  • Weichen Sie dem Blick Ihres Gegners nicht aus.
  • Gehen Sie mit festem Schritt, aber fangen Sie nicht an zu rennen. 
  • Siezen Sie den Belästiger, das schafft Distanz und macht andere aufmerksam.
  • Reden Sie laut und mit fester Stimme oder schreien Sie den Gegner gezielt an.
  • Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie an Gegenwehr gelernt haben.  
  • Wenn Sie sich wehren: schnell, heftig und ohne Hemmung, dem anderen weh zu tun, bevor er Ihnen weh tut

Nur Sie können entscheiden, ob ein beruhigendes Gespräch den Gegner von seinem Vorhaben abbringen könnte.

Eine Studie zum Verhalten von Sexualtätern zeigt:

  • Ohne Gegenwehr: Vollendete Vergewaltigung in 74 % der Fälle.
  • Für den Abbruch bei 26 % war nicht das freiwillige Ablassen vom Vorsatz der Grund, sondern das Erscheinen von unbeteiligten Dritten.  
  • Bei leichter Gegenwehr: Vollendete Vergewaltigung in 36 % der Fälle.
  • Bei 46 % wurde auf Grund der Gegenwehr abgelassen. 
  • Bei 18 % aufgrund anderer Umstände.  
  • Bei massiver Gegenwehr (1 x Treten oder Schlagen, lautes Schreien, Beißen oder Haareziehen): Vollendete Vergewaltigung in 15 % der Fälle. Abbruch bei 85 % der Fälle.

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