Eltern geben Anregungen in Kindergarten und Schule

„Da muß man doch mehr tun...”

Sie, liebe Mütter und Väter, haben jetzt viel gelesen über Aspekte der Erziehung, die wichtig sind für eine Vorbeugung vor sexuellem Mißbrauch. Einige von Ihnen haben vieles schon gewußt und in Ihrer Erziehung praktiziert. Andere haben vielleicht Mut bekommen, mehr auf diese Dinge zu achten. Vor allem wird aber vielen Müttern und Vätern auffallen, daß es wichtig wäre, wenn auch im Kindergarten und in der Schule diese Erziehungshaltung unterstützt wird.

Es ist richtig, daß eine vorbeugende Erziehung nicht nur im Elternhaus, sondern auch im Kindergarten und in der Schule praktiziert werden sollte. Erst dann kann sie wirklich viel bewirken.

Eine Reihe von ErzieherInnen und LehrerInnen sind sich dessen bewußt und richten ihre Arbeit danach aus. Fragen Sie in Ihrem Kindergartn oder in Ihrer Schule nach, ob man sich dort mit dem Problem des sexuellen Mißbrauchs beschäftigt hat.

Regen Sie an, daß ein Elternabend oder mehrere zu den Themen „Sexueller Mißbrauch”, „Geschlechtsspezifische Erziehung” und „Sexualerziehung” durchgeführt wird. Für viele ErzieherInnen und LehrerInnen ist es leichter, dieses Thema anzugehen, vielleicht auch gegenüber ihrem Träger oder Vorgesetzten durchzusetzen, wenn sie sagen können, es sei der Wunsch der Eltern.

Wenn Sie Ihren Kindern eins von den genannten Kinderbüchern geschenkt haben, nehmen Sie es einmal mit in die Schule oder den Kindergarten. Die Bücher eignen sich auch als Unterrichtsmaterialien.

Und wenn Sie bemerken, da einzelne ErzieherInnen oder LehrerInnen nicht so mit den Mädchen und Jungen umgehen, wie es für eine vorbeugende Erziehung wichtig ist, haben Sie Mut und sprechen Sie dies an. Als Mütter und Väter können Sie eine Menge bewirken.

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