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Sonntag, 27, April 2008

Zeitung: Sexualtäter weiter in Joachimsthal

Joachimsthal (ddp-lbg). Der vor anderthalb Wochen aus der Haft entlassene Sexualstraftäter Werner K. hält sich nach einem Medienbericht nach wie vor in Joachimsthal im Barnim auf. «Er hat bisher nichts davon gesagt, dass er die Stadt verlassen möchte», sagte die Joachimsthaler Bürgermeisterin Gerlinde Schneider der «Märkischen Oderzeitung». «Wir suchen eine Lösung», fügte sie hinzu.

Werner K. war nach mehr als 20 Jahren Haft freigekommen und zu Verwandten nach Joachimsthal gezogen, nachdem der Bundesgerichtshof einen Antrag auf nachträgliche Sicherungsverwahrung wegen rechtlicher Mängel zurückgewiesen hatte. Dagegen protestieren die Dorfbewohner seit Tagen, weil der 49-Jährige weiterhin als gefährlich gilt.

«Ihm ist durchaus bewusst, wie sehr seine Familie unter der Situation leidet», sagte die Bürgermeisterin. Seine Schwester und deren Kinder seien «fix und fertig». Aber er sei ein freier Mann. Boulevardmedien hatten dagegen am Vortag berichtet, dass Werner K. dem Druck nachgegeben habe und in eine andere Stadt gebracht werde.

«Ich kann die Angst der Menschen sehr gut verstehen, aber es geht zu weit, wenn einige Anwohner nun ihren gesamten Lebensfrust auf Werner K. und die Justiz entladen», sagte Schneider dem Blatt. Dass er sich für eine Therapie entscheidet, könne sie nicht so recht glauben. «Er hat diese Therapie im Gefängnis abgelehnt, warum soll er sie als freier Mann machen?», sagte sie.

27.04.2008 SR
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Gepostet von am 04/27 um 03:00 PM

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