Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Donnerstag, 30, Oktober 2003

Wirbel nach Unicef-Studie über Kinderprostitution in Eger - Innenminister fordert Aufklärung

Weiden/Eger. Aufregung herrscht nach der Veröffentlichung der Unicef-Studie über Kinderprostitution sowohl in Deutschland als auch auf tschechischer Seite. Sogar der tschechische Innenminister Stanislav Gross meldete sich am Mittwoch zu Wort. Die Vorwürfe, wonach es in Westböhmen einen florierenden Markt für illegalen Sextourismus gebe, würden überprüft.

Unicef hatte am Dienstag berichtet, dass Minderjährige systematisch in die Grenzregion verschleppt und dort zur Prostitution gezwungen werden. Ein Team von Sozialarbeitern aus Plauen hatte für die Studie “Kinder auf dem Strich - Bericht von der Lage an der deutsch-tschechischen Grenze” sieben Jahre lang in dem Milieu rund um Eger recherchiert. Die Prager Regierung erklärte umgehend, der Bericht zeichne kein realistisches Bild. Und die blanken Zahlen geben ihr Recht. Die Sprecherin des Prager Polizeipräsidiums Lucie Uhlicova berichtet von einem einzigen Fall von Kinderprostitution im letzten Jahr - und der habe sich in der Nähe von Prag ereignet. Die Staatsanwaltschaft in Eger erklärte, dass bei ihr in den letzten drei Jahren keine Fälle von Kinderprostitution anhängig gewesen seien. “Natürlich muss das nicht heißen, dass es die Kinderprostitution nicht gibt”, sagte Staatsanwalt Dr. Viktor Böhm. Wenn es eine solche Szene gäbe, dann agiere diese wohl “sehr latent”. Böhm: “Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Deutscher nach Cheb kommt, hier auf offener Straße nach Sex mit Kindern fragt und man ihm dann zeigt, wo er hin gehen muss”.

http://www.zeitung.org/zeitung/0,2123,122138-1-0_0_0,00.html

30.10.2003 | 00:00 Uhr   |  Netzcode: 10122138     Polizei: Keine Fälle bekannt

Von Uli Piehler

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Gepostet von am 10/30 um 01:18 AM

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