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Samstag, 19, Oktober 2002

Weisser Ring: Gewaltopfer psychologisch unzureichend betreut

Suhl (dpa) - Die psychologische Betreuung von Verbrechensopfern muss nach Ansicht der Hilfsorganisation «Weißer Ring» ausgebaut werden. «Hierzu haben wir mit einem speziellen Betreuungsscheck ein erstes Angebot entwickelt», sagte der Vorsitzende des «Weißen Rings», Wolf Weber, heute auf dem 8. Bundeskongress der Opferschutz- Organisation in Suhl. Es reiche nicht aus, nur die juristische und finanzielle Betreuung der Menschen zu organisieren.

Im Jahr 2001 hat der «Weiße Ring» nach eigenen Angaben rund 15,2 Millionen Mark (7,6 Millionen Euro) Opferhilfe an mehr als 17 000 Betroffene ausgezahlt. Rund 2300 ehrenamtliche Helfer seien in ganz Deutschland im Einsatz. Die Betreuung reiche vom Zuhören bis zu konkreter Hilfe bei Behördenanträgen oder Gerichtsterminen.

Opfer von Sexualdelikten führten mit 36 Prozent im vergangenen Jahr die Beratungsstatistik des Vereins an. 28,6 Prozent der Hilfesuchenden waren durch Straftäter verletzt, 20,5 Prozent beraubt oder bestohlen worden. Der «Weiße Ring» wurde 1976 gegründet und finanziert sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, Nachlässen und Geldbußen.

19.10.02 dis

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Gepostet von am 10/19 um 12:38 AM

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