Samstag, 06, Dezember 2008
Webseiten-Sperrungen weiter in der Diskussion
Der Dresdener Informatik-Professor Andreas Pfitzmann hat den Vorstoß von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zur Blockade kinderpornographischer Netzinhalte als unbrauchbar und schädlich bezeichnet. Die inkriminierten Seiten wären dann zwar “für den naiven Internetnutzer nicht mehr zugänglich”, sagte der Experte der Süddeutschen Zeitung. “Aber wer daran ein Interesse hat und sich halbwegs auskennt, der wird es immer schaffen, an diese Sachen zu gelangen.” Sperren seien wirkungslos, wenn der Webseitenbetreiber die Inhalte auf andere Server spiegele oder der Internetnutzer seinen Zugriff über einen Proxy im Ausland umleite. Es würde sich somit um “reine Symbolpolitik” handeln. Dem Wähler werde suggeriert, dass sich die Politiker mächtig ins Zeug legen. Der Zweck, die Verbreitung von Kinderpornographie einzuschränken, werde aber nicht erfüllt.
Quelle
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