Donnerstag, 17, Juli 2008
Vorwurf: sexueller Missbrauch in 700 Fällen
Berlin (ddp-bln). Wegen sexuellen Missbrauchs minderjähriger und jugendlicher Jungen muss sich seit Donnerstag ein 47-jähriger Mann vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Angeklagte soll sich von Juni 2002 bis Oktober 2007 in rund 700 Fällen an 19 Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren sexuell vergangen und sie dafür auch bezahlt haben. Laut Staatsanwaltschaft lud er seine Opfer zunächst zum Schwimmen oder Essen ein, um ihr Vertrauen zu gewinnen, bevor es nach dem Ansehen eines Pornofilms zu sexuellen Handlungen kam.
Orte des Geschehens sollen entweder seine Wohnung in Wilmersdorf, seinem Apartment in Mitte oder auch sein Auto gewesen sein. Laut Anklage wurden die Jungen mit bis zu 150 Euro Taschengeld oder kleineren Geschenken belohnt. Einige von ihnen habe der 47-Jährige auch an einen Bekannten vermittelt.
In dem bis September terminierten Verfahren treten zwei der Missbrauchsopfer als Nebenkläger auf. Vor Gericht hat sich der Angeklagte zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Der Prozess wird am 5. August fortgesetzt.
17.07.2008 Ta
Quelle
Dieser Eintrag wurde 191 mal gelesen.
Next entry: Sexueller Missbrauch: Mutter zeigt Nachbarn an
Previous entry: Sexueller Missbrauch durch Musiklehrer?

