Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Sonntag, 30, November 2003

Tschechien unterläuft Kampf gegen Kinderprostitution

Berlin (ddp-lsc). Das sächsische Innenministerium wirf den tschechischen Behörden vor, den Kampf gegen die Kinderprostitution im deutsch-tschechischen Grenzgebiet zu unterlaufen. Seit 1997 gebe es immer wieder Treffen mit tschechischen Vertretern, bei denen es um die gemeinsame Bekämpfung dieser Straftaten gehe. Doch passiert sei bislang nicht viel, sagte Axel Teichmann, Leiter der Koordinierungsstelle Prävention beim sächsischen Innenministerium. Nach den Treffen werde «abgeblockt und heruntergespielt, statt etwas zu tun».

Die Prager Regierung hatte Ende Oktober empört auf einen Unicef-Bericht der Sozialarbeiterin Cathrin Schauer über die Zustände in den Grenzorten reagiert. Das Innenministerium drohte Schauer gar mit rechtlichen Schritten, sollten sich die Beweise als nicht stichhaltig herausstellen. «Wir stehen hinter dem Unicef-Bericht», versicherte hingegen Teichmann. Kinderprostitution sei seit langem ein bekanntes Phänomen im Grenzgebiet.

In dem Bericht heißt es, dort habe sich ein regelrechter Markt für Kindersex entwickelt. Es gebe eindeutige Hinweise auf organisierten Kinderhandel. Zuhälter reichten selbst Babys und Kleinkinder den überwiegend deutschen Sextouristen in die Autos. Nach Angaben er Zeitung ist zu diesem Thema ein erneutes Treffen von Vertretern des Bundesinnenministeriums, des sächsischen und des Prager Innenministeriums in Dresden geplant.

30.11.2003 Ster

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Gepostet von am 11/30 um 01:28 AM

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