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Freitag, 11, März 2005

Therapieprojekt: Prävention Bei Pädophilie, an der Berliner Charité

Prävention bei PädophilieAn der Charité in Berlin läuft zur Zeit ein Präventionsprojekt für pädophile Männer. Das dreijährige Therapie-Programm setzt auf schonungslose Aufklärung und Psychotherapie kombiniert mit medikamentöser Behandlung. Die große Resonanz auf das Hilfsangebot gibt den Sexualmedizinern Recht.Bis jetzt gab es keine Stelle, an die sich Männer mit “sexuellen Präferenzstörungen” - so die wissenschaftliche Fachbezeichnung - wenden können.

Pädophile Männer, die Hilfe suchen, finden jetzt am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité Berlin Hilfe. Dass viele Männer mit pädophilen Neigungen verzweifelt genau diese Hilfe suchen, merken die Berliner Mediziner an der Nachfrage. Prävention ist also gerade in diesem Bereich sehr wichtig, denn es gibt viele, die sich ihres Problems bewusst sind und es angehen wollen. Die Erfahrung von Christoph Joseph Ahlers, klinischer Psychologe und Sexualtherapeut am Berliner Institut:

“Viele Personen, die pädophile Bedürfnisse haben, begehen niemals sexuelle Übergriffe.

“Bedingungslose und schonungslose Aufklärung, sexualmedizinische Behandlung, Psychotherapie - und das über drei Jahre hinweg - darauf setzen die Berliner Mediziner bei ihren Patienten.

Ahlers: “Sie können nie wieder sagen: Ich hab nicht gewusst, wie ich bin. Keiner hat mir gesagt, dass das für immer so bleibt. Denn so ist es. Wir können das nicht löschen. Wir können aus einem homosexuellen Menschen keinen heterosexuellen machen und umgekehrt. Genauso wenig können wir aus einem pädophilen Menschen einen machen, der sexuell mit altersgleichen Partnern in Kontakt treten kann. Diese Strukturen sind, nach allem, was wir heute wissen, relativ veränderungsresistent.

“Linderung durch MedikamenteDie Patienten müssen also lernen, mit ihrer sexuellen Disposition zu leben, ohne dass es zu einem Übergriff auf ein Kind kommt. An der Charité unterzieht man die Patienten daher auch einer medikamentösen Therapie: Ein veränderter Hormonspiegel im Blut dämpft die Dringlichkeit sexueller Bedürfnisse.

Das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Berliner Charité ist zu erreichen unter tel. 030 / 450 52 90 89,
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Gepostet von am 03/11 um 06:18 AM

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