Mittwoch, 11, Juni 2008
Spekulationen über Komplizen des Entführers
Wird der spektakuläre Fall Natascha Kampusch neu aufgerollt? Ihr Entführer Wolfgang Priklopil soll laut Presseberichten einen Komplizen gehabt haben. Die Staatsanwaltschaft Wien bestritt, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen wurden.
Hamburg - Vor knapp zwei Jahren floh Natascha Kampusch aus achteinhalbjähriger Gefangenschaft. Ihr Entführer Wolfgang Priklopil, der sie in einem Verlies gehalten hatte, nahm sich kurz danach das Leben. Der frühere Chef der österreichischen Kripo, Herwig Haidinger, hatte sowohl der Polizei als auch den Verantwortlichen im Wiener Innenministerium immer wieder schwere Ermittlungsfehler vorgeworfen. Beide hätten versucht, ihre Versäumnisse zu vertuschen.
Heute legte die vom österreichischen Innenministerium eingesetzte Kommission ihren Untersuchungsbericht des Falls Kampusch vor. Die zwei Dutzend Experten, die seit Februar insgesamt 166 Akten studierten, kommen darin zu dem Schluss, dass es im Zusammenhang mit den Ermittlungen keine politische Vertuschung gegeben habe. Sie stellten jedoch auch Fehler bei den Ermittlungen der Polizei fest.
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