Dienstag, 14, Oktober 2008
Sex mit Minderjährigen: Autohändler räumt Vorwürfe ein
Berlin (ddp-bln). Ein Geschäftsmann aus Bayern muss sich seit Montag wegen sexuellen Missbrauchs mehrerer Jungen vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der aus dem Raum München stammende Autohändler soll von 2003 bis 2007 auf seinen Geschäftsreisen in Berlin regelmäßig Sex mit 13- bis 15-jährigen Jungen gehabt und sie dafür bezahlt haben. Sieben Minderjährige wurden laut Anklage von dem 45-jährigen Mann entweder in seinem Auto, im Hotel oder in der Wohnung eines Berliner Bekannten sexuell missbraucht.
Durch die Vermittlung eines gesondert verfolgten Mannes soll er die Jungen kennengelernt haben. Der Anklage zufolge lud er sie zunächst regelmäßig zum Essen oder zum Schwimmen ein, um ihr Vertrauen zu gewinnen, ehe es zum Sex kam. Für ihre Dienste sollen die Geschädigten dann zwischen 10 und 40 Euro oder auch Geschenke wie Handykarten erhalten haben.
Angeklagter hofft auf Bewährungsstrafe
Vor Gericht räumte der Angeklagte durch seinen Verteidiger die Vorwürfe pauschal ein. Das Gericht hatte zuvor angekündigt, dass im Fall eines Geständnisses eine Bewährungsstrafe nicht ausgeschlossen sei. Ein erstes Missbrauchsopfer wurde zu Prozessauftakt unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen. Das Verfahren wird am Donnerstag fortgesetzt.
14.10.2008 Ta
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