Montag, 15, März 2004
Polizei wird bei Razzia gegen Internet-Kinderpornografie fündig
Wiesbaden/Dresden (ddp-lsc). Auch in Sachsen ist die Polizei bei einer bundesweiten Razzia gegen Kinderpornografie im Internet fündig geworden. Wie das Landeskriminalamt (LKA) heute in Wiesbaden mitteilte, wurden im Zuge der Operation «Nautilus» in den vergangenen drei Wochen die Wohnungen von insgesamt 13 Tatverdächtigen durchsucht. Dabei wurden in Sachsen mehrere Computer, rund 2500 CD-Roms und externe Laufwerke sicher gestellt. Gegen fünf Beschuldigte wird ermittelt.
Koordiniert wurden die Aktionen vom LKA Hessen. Dabei wurden im In- und Ausland insgesamt 200 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht und mehrere hundert Datenträger, Videokassetten, Computer und Festplatten sichergestellt. Festnahmen habe es aber nicht gegeben, sagte ein LKA-Sprecher.
Ein in Hessen ansässiger Provider hatte Kunden unzensierten Zugang zu Newsgroups mit vorwiegend kinderpornografischen Inhalten vermittelt. Die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe «Nautilus» fahndete bundesweit nach Kunden, die sich solche Dateien herunter geladen hatten. Dabei wurden die Fahnder nicht nur in 15 Bundesländern, sondern auch im Ausland bis nach China fündig. Die Adressen von Auslandskunden des hessischen Providers wurden über das Bundeskriminalamt den dortigen Polizeibehörden übermittelt.
15.03.2004 ak
Artikel EmpfehlenDieser Eintrag wurde 186 mal gelesen.
Next entry: Verteidigung im Mordfall Peggy
Previous entry: Polizei: Razzia gegen Kinderpornografie im Internet

