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Montag, 19, Mai 2003

Polizei unzufrieden - Insgesamt 1629 Männer bei DNA-Massentest

Haldensleben (ddp-lsa). Der DNA-Massentest in Haldensleben hat nicht die erwartete Resonanz gezeigt. Nur 1629 der insgesamt 2351 Männer im fraglichen Alter haben sich an den vergangenen beiden Wochenenden beteiligt, wie ein Polizeisprecher heute in Stendal sagte. Die Beamten wollen mit Hilfe dieses Tests nach knapp acht Jahren den Mörder der siebenjährigen Maria Juhl aus Haldensleben finden.

Die 722 Männer, die bisher nicht freiwillig gekommen sind, sollen nun per Post und per Telefon aufgefordert werden, sich dem Test zu unterziehen. Erst wenn das nicht zum Ziel führe, müsse die Staatsanwaltschaft über eine zwangsweise Vorführung entscheiden.

Testpersonen entsprechen Täterprofil
Insgesamt 2351 Männer, die bis zum 4. November 1995 in Haldensleben, Hundisburg, Bebertal und Emden wohnten und zwischen dem 1. Januar 1950 und dem 31. Dezember 1960 geboren wurden, sind zum Speicheltest aufgerufen. Sie passen in das so genannte Täterprofil. Hinzu kommen 600 Männer, die verzogen sind.

Das Mädchen fiel im November 1995 einem Gewaltverbrechen zum Opfer. Sie wurde zunächst sexuell missbraucht und dann getötet. Ihre Leiche wurde in der Nähe des Ortes Bebertal gefunden.

Der Test wurde den Angaben zufolge so spät gestartet, weil erst seit dem Frühjahr 2000 eine neue Methode zur Typisierung von DNA-Material entwickelt wurde. Für den Herbst wird mit den Ergebnissen der Proben gerechnet, die in der Gerichtsmedizin in Magdeburg untersucht werden.

19.05.2003 Ster


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Gepostet von am 05/19 um 04:34 AM

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