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Montag, 07, Juli 2008

Polizei gibt “Maddie”-Dokumente frei

Madeleine McCann - seit mehr als einem Jahr fehlt jede Spur von dem verschwundenen Mädchen. Jetzt gewährt die Polizei erstmals Einblick in Ermittlungsakten - 81 Dokumente werden auf Drängen der Eltern zugänglich gemacht.

London - Mehr als ein Jahr nach dem spurlosen Verschwinden der kleinen Madeleine McCann hat sich die britische Polizei zur Herausgabe von Dokumenten zu den Ermittlungen bereiterklärt.

Die Polizei aus Maddies Heimatregion Leicestershire kündigte am Montag vor einem Londoner Gericht an, insgesamt 81 Dokumente an Maddies Eltern Gerry und Kate McCann zu übergeben, wie deren Sprecher Clarence Mitchell mitteilte. Im Gegenzug verzichteten die McCanns, die Polizei gerichtlich zur Herausgabe ihrer Akten zu zwingen.

Es handle sich bei den freigegebenen Akten um Aussagen von Zeugen, die ganz am Anfang der Ermittlungen eingegangen waren, sagte Mitchell. Die Dokumente gingen nun an die privaten Detektive, die die McCanns engagiert haben.

Die Papiere stammen von der Polizei in der Grafschaft Leicestershire, die sich relativ früh nach dem Verschwinden Madeleines in die Ermittlungen der portugiesischen Polizei eingeschaltet hatte. Nach Angaben des Anwaltes der Polizei umfasst der Fall insgesamt 11.000 Dokumente.

Madeleine war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage im Süden Portugals verschwunden. Die Eltern sind seit September Verdächtige in dem Fall, bestreiten aber, etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun zu haben.

Erst vergangene Woche war bekanntgeworden, dass die Polizei in Portugal die Ermittlungen eingestellt hat. Medien hatten berichtet, dass es nicht genügend Beweise für eine Anschuldigung der Eltern gebe. Gerry und Kate McCann versuchen seit Monaten, mit eigenen Ermittlungen dem Verschwinden ihrer Tochter nachzugehen.

Die Richterin in London appellierte am Montag an den Täter: “Es gibt dort einen Menschen, der weiß, was mit Madeleine passiert ist, und wo sie gefunden werden kann.” Er solle “Gnade und Mitleid” zeigen und sich selbst stellen. “Ich hoffe, Madeleine wird bald gefunden, lebend und gesund.”

Am Wochenende hatte der ehemalige portugiesische Ermittlungsleiter laut britischen Medienberichten gesagt, er gehe immer noch davon aus, dass Madeleine tot sei.

pad/AFP/dpa

URL:

  * http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,564391,00.html

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Gepostet von am 07/07 um 03:26 PM

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