Dienstag, 28, Oktober 2003
Peggy-Prozess platzt wegen Justizpanne - Hauptverhandlung ausgesetzt
Hof (ddp). Durch eine Justizpanne ist der spektakuläre Prozess um den Mord und den sexuellen Missbrauch der neunjährigen Peggy Knobloch geplatzt. Grund dafür ist ein so genannter Verfahrensfehler. Eine Ergänzungsschöffin hatte vom ersten Prozesstag an als Schöffin am Richtertisch im Landgericht Hof Platz genommen. Die Verwaltungsangestellte entschied mit, als die Öffentlichkeit von den Aussagen des wegen Mordes und sexuellem Missbrauch angeklagten Ulvi K. ausgeschlossen wurde. Sie war beteiligt, als die ersten Anträge der Verteidigung abgeschmettert wurden. «Ein klassischer Revisionsgrund», rügte Verteidiger Walter Bagnoli heute vor Gericht. Das sah auch der Vorsitzende Richter Georg Hornig ein: «Die Hauptverhandlung ist neu anzuberaumen.» Er setzte damit einen Schlusspunkt unter eine pannenreiche Verhandlung.
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