Montag, 15, März 2004
Neuer Schlag gegen Kinderpornografie in Deutschland
Durchsuchungen in fast allen
Bundesländern - Ermittlung gegen Provider
Der Polizei ist erneut ein Schlag gegen Besitzer und Verbreiter von Kinderpornografie in Deutschland geglückt. Wie das hessische Landeskriminalamt am Montag mitteilte, wurden in einer bundesweiten Razzia Wohnungen und Geschäftsräume von knapp 200 Verdächtigen durchsucht.
15.03.2004 [Archiv]
Betroffen gewesen seien Personen aus allen Bundesländern mit Ausnahme von Bremen.
Die Polizeiaktion wurde ausgelöst durch Ermittlungen gegen einen in Hessen ansässigen Internetprovider. Wie das LKA berichtete, hatte das Unternehmen seinen Kunden einen unzensierten Zugang zu so genannten News Groups im Internet vermittelt. Darunter seien auch Nachrichtenforen gewesen mit kinderpornografischen Darstellungen. Gegen den Provider wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verbreitung von Kinderpornografie eingeleitet.
Computer beschlagnahmt
Bei den Durchsuchungen wurden nach Angaben des Landeskriminalamts Computer und Notebooks sowie mehrere hundert Datenträger sichergestellt. Die Kunden des hessischen Unternehmens wohnten nicht allein in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland und sogar in China. Diese Kunden seien an die Polizeibehörden ihrer Heimatländer gemeldet worden.
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