Freitag, 10, März 2000
Nach zwei Stunden hatten alle Probanten die Filter überlistet
(10.03.00)
Programme, die den Zugang Jugendlicher zu jugendgefährdenden Inhalten wie Pornografie und Rechtsextremismus verhindern sollen, zeigen wenig Wirkung. Das ergab ein “Crack-Workshop” der Aktion Kinder und Jugendschutz Brandenburg (AKJS) und des Vereins Jugendschutz-Net in Bad Freienwalde, dessen Ergebnisse am Donnerstag in Potsdam vorgestellt wurden, berichtet der Österreichische Pressedienst pte. Die zwölf- bis 17- jährigen Teilnehmer hatten so genannte Filterprogramme getestet. Innerhalb von zwei Stunden konnten alle zwölf Teilnehmer die ausschließlich US-amerikanischen Programme überlisten. Von deutschen Anbietern gibt es keine derartige Software.
Die Teilnehmer hatten zuvor kaum Kenntnisse über Computer-Betriebssysteme oder das Internet. Vielmehr waren es überwiegend “Spiele-Kids, die sich vor allem bei Computerspielen auskannten”, sagte der AKJS-Vorsitzende Detlef Kemna. Das Hauptproblem der Programme sei, daß sie zumeist auf deutsche Schlüsselwörter nicht reagieren, sondern nur englisch-sprachige Eingaben verarbeiten. “Das einzige, was wir dagegen tun können, ist es, das Problembewusstsein der Eltern und Lehrer zu schärfen”, sagte Kemna. Einen totalen Jugendschutz könne es nicht geben, aber es müsse so viel Hilfestellung wie möglich angeboten werden
Quelle:
http://www.internetworld.de/index_2070.html
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