Sonntag, 28, Dezember 2008
Mutmaßlicher Kinderschänder soll als Polizist aufgetreten sein
München (ddp-bay). Ein wegen sexuellen Missbrauchs von 75 Kindern inhaftierter Mann hat sich bei seinen Taten offenbar als Polizist ausgegeben. Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf Justizkreise vorab berichtete, hatten Opfer angegeben, ihr Peiniger habe sich als Polizist vorgestellt und eine Uniformmütze getragen.
Der 40 Jahre alte Mann aus Oberbayern muss sich demnächst vor Gericht verantworten. Er hat nach Polizeiangaben zugegeben, sich in den vergangenen 13 Jahren an Buben und Mädchen im Alter zwischen fünf und elf Jahren vergangen zu haben. Die Taten passierten im Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen, München, Augsburg und Regensburg.
DNA-Abgleich deckte weitere Taten auf
Festgenommen wurde der Mann bereits im August. Die Ermittler kamen ihm auf die Spur, nachdem er sich im Sommer in Erlangen vor einem achtjährigen Mädchen entblößt hatte. Beim Vergleich von DNA-Proben entdeckten die Ermittler Übereinstimmungen mit weiteren Missbrauchsfällen. In seinem Geständnis gab er 52 Fälle zu, die zum Teil gar nicht angezeigt worden waren. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
28.12.2008 Ta
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