Donnerstag, 08, Mai 2003
Kriminaltechniker gefragt - Mutmaßlicher Sextäter verweigert Aussage
Oldenburg (ddp-nrd). Nach der Inhaftierung eines mutmaßlichen vierfachen Kinderschänders in Oldenburg sind die Kriminaltechniker gefragt. Der 37 Jahre alte Beschuldigte verweigere weiter eine Aussage zu den Vorwürfen, sagte Oberstaatsanwalt Gerhard Kayser auf ddp-Anfrage. Kayser setzt deshalb auf die Spurenauswertung am Tatort, einen Wäschekeller in einem Wohnblock. Auch mögliche Beweismittel aus der Mietwohnung des Beschuldigten werden untersucht. Es werde allerdings zwei bis drei Wochen dauern, ehe konkrete Ergebnisse vorliegen, sagte Kayser. Besonders aufgrund der Aussagen der betroffenen Kinder und wegen des einschlägigen Vorstrafenregisters bestehe nach wie vor ein dringender Tatverdacht.
Das Amtsgericht in Oldenburg hatte Haftbefehl gegen den 37-Jährigen erlassen. Ihm wird vorgeworfen, vier Mädchen im Alter zwischen acht und zehn Jahren in dem Wäschekeller des Mietshauses schwer sexuell missbraucht zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann die Kinder auf einem nahen Spielplatz angesprochen und mit dem Versprechen in den Keller gelockt haben, Fotoaufnahmen für die Jugendzeitschrift «Bravo» zu machen.
Laut Staatsanwaltschaft war der Tatverdächtige 1988 wegen Totschlags einer Rentnerin verurteilt worden. Darüber hinaus verbüßte er eine sechsjährige Haftstrafe, weil er sich im August 1994 an einer Siebenjährigen verging. Anschließend wurde er im Dezember 2002 wegen Nötigung und Diebstahl erneut zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt. Zur Last gelegt wird ihm die versuchte Vergewaltigung seiner Schwester. Das Urteil ist jedoch nicht rechtskräftig, da der Beschuldigte Revision beim Bundesgerichtshof einlegte. Nach siebenmonatiger Untersuchungshaft war er im Januar 2003 auf freien Fuß gesetzt worden.
08.05.2003 Ster
Quelle:
http://www3.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=54320
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