Freitag, 01, Dezember 2000
Kinderpornos: Österreicher in Chatroom gestellt
45jähriger Tatverdächtiger in Innsbruck verhaftet / Zu erwartendeHöchststrafe: 2 Jahre Gefängnis
(01.12.00) Spezialisten des österreichischen Innenministeriums haben gestern eine Hausdurchsuchung wegen des Verdachts auf Tausch kinderpornografischer Darstellungen durchgeführt. Der Verdächtige hatte in einem Chatroom Kinderpornos gesucht und angeboten. Andere Benutzer machten daraufhin den Betreiber des Chats aufmerksam, dieser wiederum schaltete das Innenministerium ein.
Wie ein Sprecher der Gendarmerie Innsbruck-Land gegenüber der INTERNET WORLD bestätigte, erfolgten die Hausdurchsuchungen unter Leitung des Innenministeriums, die Gendarmerie wurde unterstützend hinzugezogen. Bei dem 45jährigen Tatverdächtigen wurde umfangreiches Material sichergestellt, in den nächsten Tagen soll eine Auswertung der CDs, des PCs und diverser Videokassetten durch Spezialisten des Innenministeriums vorgenommen werden. Bis jetzt seien dem Verdächtigen, es handelt sich um einen Angestellten aus dem Gastronomiebereich, etwa 1.000 Tauschvorgänge nachgewiesen worden.
Die österreichischen Spezialisten haben bislang keine Hinweise, daß der Tatverdächtige das kinderpornographische Material auch selbst hergestellt hätte. Jetzt würden die eMail-Adressen des Verdächtigen ausgewertet. Weitere Hausdurchsuchungen seien nicht auszuschließen. In Österreich sieht das Strafgesetz für das Delikt eine Höchststrafe von zwei Jahren vor. (wn)
Quelle
http://www.internetworld.de/index_10324.html
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