Freitag, 06, März 2009
Kinderpornografie-Vorwürfe gegen den SPD-Abgeordneten Jörg Tauss
Frank Capellan, Hauptstadtstudio Berlin
Dumm und naiv war er - dieses Urteil darf schon heute gefällt werden. Ein Bundestagsabgeordneter, der die Verbreitung von Kinderpornographie recherchiert, Kontakt zu einem Anbieter schmutzigen Materials aufnimmt und niemandem davon berichtet, der darf sich nicht wundern, ins Visier der Polizei zu geraten.
Als Großmaul ist Jörg Tauss bei vielen Bundestagskollegen verschrien, heute muss er auf Druck seiner Parteifreunde kleinlaut seine Arbeit als medienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion und SPD-Generalsekretär in Baden-Württemberg einstellen - das ist kein Eingeständnis irgendeiner Schuld und doch spricht es Bände. Natürlich, bewiesen ist gar nichts. Groß ist die Gefahr, einen Menschen vorzuverurteilen.
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