Mittwoch, 16, Oktober 2002
Kinderpornografie: EU-Ministereinigung zu hartem Vorgehen
Strafverschärfung für Täter
Von Michael Schmölzer
Luxemburg - Die Justizminister der Europäischen Union haben sich nach schwierigen Verhandlungen auf Mindeststandards im Kampf gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch von Minderjährigen geeinigt. Für die Nötigung von Minderjährigen zur Prostitution oder zur Teilnahme an pornografischen Darstellungen sollen in den EU-Staaten künftig Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren verhängt werden. Die EU-Staaten einigten sich zudem darauf, ein Berufsverbot für verurteilte Kinderschänder durchzusetzen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit mit Kindern zu tun haben. Im österreichischen Justizministerium soll es zum letzten Punkt zu einer Überprüfung der derzeitigen Rechtslage kommen.
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