Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Dienstag, 25, November 2008

Kampf gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern

UNICEF-Expertin: “Schweigen bedeutet Akzeptanz”

Rio de Janeiro/Wien (pte/25.11.2008/16:40) - In Rio de Janeiro ist heute, Dienstag, der 3. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen http://www.iiicongressomundial.net eröffnet worden. Bis 28. November werden rund 3.000 internationale Delegierte Ziele zur Bekämpfung der Ausbeutung Kinder und Jugendlicher diskutieren. Die Forderungen gehen an die Regierungen, aber auch an die Tourismusindustrie wirksame Schritte zu setzen. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen zählt zu den schwersten Kinderrechtsverletzungen. Einer UN-Studie über Gewalt gegen Kinder zufolge werden jährlich weltweit 1,8 Mio. Kinder zur Prostitution gezwungen. 1,2 Mio. Kinder werden verkauft - viele von ihnen für sexuelle Zwecke.

“Es gibt eigentlich kein Land der Erde, in dem dieses Problem nicht vorhanden wäre”, meint Sylvia Trsek, Head Media & Communication der UNICEF-Österreich http://www.unicef.at gegenüber pressetext. “Der wichtigste Punkt ist immer noch dieses Wegschauen, das praktiziert wird”, klagt Trsek. Weltweit werden nach dem UN-Bericht jährlich etwa 150 Mio. Mädchen und 73 Mio. Buben Opfer sexueller Gewalt in der Familie, in der Schule, in Gefängnissen oder am Arbeitsplatz. “Die Zahlen zeigen, dass jeder gefordert ist, etwas dagegen zu unternehmen.” Das gesamte Ausmaß der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen sei noch immer nicht bekannt, weil die Täter im Verborgenen handeln und das Thema in den meisten Gesellschaften tabuisiert ist.

Ein Beispiel dafür sei etwa die sexuelle Ausbeutung in vielen Ländern durch Prostitution. “Vor einigen Jahren hat es einen Kurzfilm gegeben, der Flugpassagiere auf die Problematik hingewiesen hat.” Leider sei dieses Projekt nicht weiter fortgeführt worden, weil viele Fluggesellschaften darin einen Angriff auf die Passagiere sahen. “Die meisten Reisenden wissen nämlich nicht, dass jemand, der ein solches Verbrechen im Ausland begangen hat, auch vor heimischen Gerichten haftbar gemacht werden kann”, so Trsek. In den vergangenen 15 Jahren wurden wichtige Schritte unternommen, um Kinder zu schützen und effektive Präventionsarbeit zu ermöglichen.

Zu den in diesem Jahr behandelten Schwerpunkten zählen unter anderem die kommerzielle sexuelle Ausbeutung und ihre neuen Dimensionen, etwa durch das Internet. Nationalen Meldestellen für Kinderpornographie mangelt es vielfach an finanziellen Mitteln und an Personal. “Was uns besonders stört, sind die mangelnden Zahlen und Daten, um die Dimension dieser Problematik genau zu erfassen.” Global gesehen gebe es kaum verfügbare, verlässliche Daten zu dieser Problematik. Ein anderes Thema, das die Konferenz beleuchtet, betrifft die soziale Verantwortung der privaten Wirtschaft, sowie Strategien und Ziele einer internationalen Zusammenarbeit.

Bei der Vorbereitungskonferenz zum 3. Weltkongress in Wien haben sich Experten aus den Bereichen Jugendwohlfahrt, Polizei, Schutzeinrichtungen und Sozialarbeit im Vorfeld in Wien getroffen, um die aktuelle Situation in Österreich bezüglich Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornografie zu besprechen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Festgestellt wurde ein Datenmangel in allen drei Bereichen sowie mangelndes Bewusstsein bei den relevanten Stellen. Es gebe außerdem kein bundesweites Betreuungskonzept für Kinder, die zu Opfern wurden. (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email:
Tel. +43-1-81140-307

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Dieser Eintrag wurde 207 mal gelesen.
Gepostet von am 11/25 um 11:25 PM
  1. Ich verfolge das Thema Kinder-Prostitution schon seit längerem, vorallem die bemerkenswerte Arbeit des Vereines KARO.

    Dieses Jahr werde ich effektiv Projekte gegen Kindesmissbrauch unterstützen und habe mit einigen Bekannten den Verein Blue Ribbon für mehr Schutz und Rechte von Kindern gegründet.

    Es wird Zeit solche abnormalen Probleme der menschlichen Gesellschaft endlich effektiv zu bekämpfen.

    Posted by  on  10/06  at  10:14 PM
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