Samstag, 05, Oktober 2002
Jakobs mutmaßlicher Mörder hat die Entführung geplant
Frankfurt/Hamburg (dpa) - Der mutmaßliche Mörder des Frankfurter Bankierssohns Jakob von Metzler hat die Entführung des Kindes offenbar ausführlich geplant. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» hat der Jura-Student nach Überzeugung der Polizei bereits mehrere Tage vor der Tat ein detailliertes Erpresserschreiben verfasst. Unmittelbar nach der Entführung habe der 27-Jährige den Elfjährigen getötet und sei dann sofort zu dem nahe gelegenen Anwesen der Bankiersfamilie gefahren, um die Lösegeldforderungen zu deponieren, schreibt «Der Spiegel» in seiner neuen Ausgabe. Jakobs Leiche habe zu diesem Zeitpunkt bereits im Kofferraum des Täter-Fahrzeuges gelegen.
Während die von Metzlers nach der Geldübergabe vergebens auf ein Lebenszeichen ihres Sohnes hofften, habe Magnus G. einige Scheine aus der Beute auf sein Konto eingezahlt, um zu sehen, ob das Geld sauber sei. Anschließend habe er in Aschaffenburg einen Mercedes-Jahreswagen bestellt und für eine Urlaubsreise auf die Kanarischen Inseln gebucht.
05.10.2002 Ster
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