Donnerstag, 01, Mai 2008
Ich hab’ es eigentlich gut gemeint
Aus Amstetten berichtet Julia Jüttner
Chauvinist, sexbesessener Despot, eitler Pfau: Immer mehr Details aus dem perversen Doppelleben des Josef Fritzl dringen an die Öffentlichkeit. Erstmals spricht die Tante des Opfers über den Mann, der seine Tochter 24 Jahre wie ein Tier in einem Kellerverlies hielt.
Amstetten - Die Jahre der Gefangenschaft und der seelischen wie körperlichen Folter haben bei Elisabeth Fritzl tiefe Spuren hinterlassen. “Sie machte bei ihrer Befragung einen äußerst verstörten psychischen Eindruck”, beschreibt ein Ermittler die junge, aschfahle Frau, die heute aussieht wie eine Mittsechzigerin und deren Zähne teilweise verfault sind. Erst nachdem ihr die Beamten versprachen, dass sie ihren Vater nie wieder sehen muss und für ihre Kinder gesorgt werde, erzählte Elisabeth Fritzl von ihrem jahrzehntelangen Leben im Keller.
Quelle
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