Freitag, 18, April 2008
Geheime Kampusch-Protokolle veröffentlicht
Sie lagen unter Verschluss bei der Staatsanwaltschaft, jetzt hat sie eine Zeitung veröffentlicht: Protokolle aus der achtjährigen Gefangenschaft von Natascha Kampusch. Experten rätseln, wer sie herausgegeben hat. Das Opfer selbst ist entsetzt.
Wien - Auf fünf Seiten verbreitete die in Wiener U-Bahnen verteilte Gratiszeitung “Heute” Auszüge aus Befragungsprotokollen des inzwischen 19-jährigen Entführungsopfers. Es sind Details, die bisher von der Staatsanwaltschaft unter Verschluss gehalten worden waren. Kampusch selbst gab sich nach der Veröffentlichung “entsetzt”. In einer der Nachrichtenagentur APA übermittelten Erklärung forderte sie “bedingungslose Aufklärung” und sprach von “einem Tiefpunkt des österreichischen Journalismus”.
jjc/dpa
URL:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,548339,00.html
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