Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Dienstag, 16, Dezember 2008

Firewall gegen Kinderpornografie

Hannover (ddp). Internetprovider sollten sich nach dem Willen von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) aktiv am Kampf gegen Kinderpornografie beteiligen. Die Provider sollten künftig nur noch Verträge abschließen, in denen der Endkunde die Freischaltung eines Filterprogramms gegen Kinderpornografie akzeptiert, sagte Schünemann am Montag in Hannover. Bei bereits vorhandenen Verträgen müsse dieser Filter nachträglich installiert werden.

Er werde nun die rund 75 Provider, die für private Nutzer in Niedersachsen Dienstleistungen anbieten, anschreiben, um sie zu entsprechendem Handeln aufzufordern, sagte der Minister. Zudem werde er seinen Vorschlag an die Innenministerkonferenz herantragen.

Technisch ohne Probleme machbar
Technisch sei die Installation einer Firewall gegen Kinderpornografie direkt auf dem Endgerät kein Problem. «Mit dieser Selbstverpflichtung wird bereits beim Internetkunden die Möglichkeit zum Zugriff auf kinderpornografisches Material unterbunden», sagte Schünemann. Das sei besser, als wenn die Sicherheitsbehörden mühevoll jeden Verstoß gegen Kinderpornografie aufspürten sowie die Sperrung jeder kinderpornografischen Seite erreichen müssten.

Schünemann zufolge, ist die Zahl der bekanntgewordenen Straftaten im Zusammenhang mit Herstellung, Verbreitung oder Besitz von kinderpornografischem Material in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen; allein in Niedersachsen von 462 Fällen 2003 auf 1154 Fälle im vergangenen Jahr. Dabei stellen Computer mit Internetverbindung mittlerweile das wichtigste Tatmittel in diesem Deliktbereich dar.

16.12.2008 Ta
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Gepostet von am 12/16 um 02:23 PM

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