Mittwoch, 18, März 2009
Fall Michelle: Praktikumseinschätzung von Daniel V. entlastet Schule
Leipzig. Hätte die Mittelschule, in die der mutmaßliche Mörder der achtjährigen Michelle einst ging, wissen müssen, dass ihr Ex-Zögling bei einem Praktikum bereits einmal auffällig geworden ist? Darüber ist jetzt ein Streit entbrannt. Der jetzt fast 19-Jährige war im Mai 2006 beim Praktikum in einem Kindergarten bereits einmal negativ aufgefallen, weil “er seine Hände nicht von den kleinen Mädchen lassen konnte”, wie eine Mutter schilderte. Der Träger der Kita, die Volkssolidarität, will damals im Praktikumsbericht auch die Leitung der Mittelschule darüber informiert haben, so der Vorstandsvorsitzende Olaf Wenzel. Offenbar glatt gelogen. Denn das Praktikumszeugnis enthält keinerlei Hinweise.
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