Mittwoch, 01, Oktober 2008
Fall Michelle: Massengentest bleibt letztes Mittel
Leipzig (ddp). Im Fall der getöteten achtjährigen Michelle aus Leipzig planen die Ermittler derzeit keinen Massengentest. Dieser bleibe aber als «Ultima Ratio», gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Die Zahl der Ermittler der Sonderkommission Michelle werde nicht reduziert, hieß es weiter. Bisher seien 9354 Anwohner im Leipziger Südosten zu dem Fall befragt worden. Aus der Bevölkerung seien 1334 Hinweise zu dem Gewaltverbrechen an Michelle eingegangen. Wegen der verhängten Nachrichtensperre ist unklar, ob die Beamten eine konkrete Spur verfolgen.
Die Ermittler haben den Angaben zufolge bereits 1386 Kleingärten der Gegend sowie «eine Vielzahl von Objekten» geprüft. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liege derzeit im Recherchieren, Auswerten und Nachermitteln der bisher gewonnenen Erkenntnisse.
Michelle war am 18. August nicht von den Ferienspielen im Hort nach Hause gekommen. Drei Tage später fand ein Spaziergänger die Leiche des Kindes im Teich eines Leipziger Parks.
Udo Barchanowitz
http://www.kindervermisst.de
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