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Samstag, 08, September 2007

Elf Jahre nach der Tat beginnt Prozess wegen versuchten Sexualmords

Berlin (ddp-bln). Elf Jahre nach der Tat muss sich ein 28-jähriger Mann derzeit wegen versuchten Mordes und sexuellen Missbrauchs eines Kindes vor dem Berliner Landgericht verantworten. Im Juni 1996 soll der damals 17-jährige Schüler das achtjährige Mädchen im Flur eines Wohnhauses im Stadtteil Friedrichshain zu sexuellen Handlungen gezwungen und es anschließend «massiv geschlagen» und gewürgt haben. Nach Angaben des Verteidigers wurde das Verfahren durch die Ehefrau des Angeklagten ausgelöst, der er sich anvertraut hatte. Weil der arbeitslose Hilfsarbeiter zur Tatzeit noch Jugendlicher war, wird der Fall unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt.

Der Anklage zufolge schwebte das Mädchen nach den Misshandlungen in akuter Lebensgefahr. Dem Mann wird vorgeworfen, dass er das Kind töten wollte, um seine Triebe zu befriedigen. Nach Angaben des Verteidigers ist er «im Grunde geständig».

Der Angeklagte hat dem Anwalt zufolge den Missbrauch des Kindes zugegeben, aber eine Tötungsabsicht bestritten. Er sei aber damals davon ausgegangen, dass das Mädchen tot sei. Das heute 19-jährige Opfer ist für den nächsten Verhandlungstag als Zeugin geladen. Sein Mandant lege jedoch «großen Wert» darauf, dass das Opfer nicht mehr gehört werde, sagte der Anwalt. Der Prozess wird am 17. September fortgesetzt.

08.09.2007 Sab
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Gepostet von am 09/08 um 11:30 PM

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