Samstag, 10, August 2002
Eigene Kinder missbraucht: Internet-Pornoring zerschlagen
Washington (dpa)
Die US-Behörden haben die Zerschlagung eines internationalen Pornorings von Eltern bekannt gegeben, die ihre eigenen Kinder missbrauchten und Bilder im Internet austauschten. Wie die für den Fall zuständige US-Zollbehörde mitteilte, wurden 20 Personen festgenommen, zehn davon aus den USA, die übrigen aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Großbritannien.
Der Chef der Zollbehörde, Robert Bonner, sagte vor Journalisten, er habe selten von derart verabscheuungswürdigen Verbrechen gehört wie im vorliegenden Fall. Nach seinen Angaben sind insgesamt 45 Kinder im Alter von zwei bis 14 Jahren betroffen, 37 davon in den USA. Die Jungen und Mädchen seien inzwischen aus ihren Elternhäusern entfernt worden und befänden sich in staatlicher Obhut. Von den 20 Festgenommen seien 15 bereits angeklagt worden. Ihnen allen werde Verschwörung zum sexuellen Missbrauch von Kindern zur Last gelegt.
Missbrauch auf Bestellung
Wie Bonner schilderte, begannen die Ermittlungen unter dem Decknamen «Operation Hamlet» vor zehn Monaten. Damals habe eine Kinderschutz-Organisation im Internet ein Bild entdeckt, das ein dänisches Mädchen während sexuellen Missbrauchs zeigte. Bei anschließenden Ermittlungen der dänischen Polizei habe sich herausgestellt, dass der Täter der Vater des neunjährigen Kindes war.
Bei weiteren Nachforschungen stießen die Behörden Bonner zufolge dann auf ein Netz von Pädophilen, die Bilder von ihren Verbrechen im Internet austauschten und sich gegenseitig Tipps gaben - nach Medienberichten unter anderem bezüglich besonders «interessanter» Stellungen beim Sexualakt mit Kindern. Manche Bilder seien sogar eigens auf Bestellung entstanden, hieß es weiter.
10.08.02 wel
Quelle:
http://www1.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=48998
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