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Mittwoch, 20, Februar 2002

Eigene Kinder an Bordell verkauft - Häftling angeklagt

Ein 60 Jahre alter Häftling aus Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) soll auf Freigängen zwei seiner Kinder als Prostituierte mehrfach in einem Bordell angeboten haben. Wie die Bonner Staatsanwaltschaft heute berichtete, ist gegen den Mann Anklage wegen sexuellen Missbrauchs, Förderung der Prostitution und Menschenhandels erhoben worden. Wegen Beihilfe müssen sich auch die Mutter der Kinder und die Betreiberin eines Kölner Bordells in Kürze vor dem Landgericht Bonn verantworten.

Vorwürfe bestritten

Eines der Kinder, ein damals zehnjähriger Junge, hatte mit seiner Aussage in einem anderen Verfahren im Februar 1999 die Ermittlungen gegen den Vater in Gang gebracht. Damals war der 60-Jährige wegen sexuellen Missbrauchs seiner Stieftochter zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Während seiner Freigänge soll der Vater an den Wochenenden in sieben Fällen seine achtjährige Stieftochter und den Sohn an Besucher des Bordells «verkauft» haben.

Da der 60-Jährige keinen Führerschein besaß, fuhren laut Anklage seine Frau oder ehemalige Mitgefangene die Kinder zu dem Bordell. Ein Sachverständiger hat die Aussagen der Kinder, die mittlerweile in Pflegefamilien leben, als glaubwürdig eingeschätzt. Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte, der sechs Kinder hat, bestreitet die Vorwürfe.

20.02.02 ga

Quelle
http://www1.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=27637

Bonn (dpa)

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Gepostet von am 02/20 um 03:52 AM

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