Donnerstag, 05, Juni 2003
DNA-Massentest weitgehend abgeschlossen - 88 Männer fehlen noch
Haldensleben (ddp-lsa). Der vor knapp einem Monat angelaufene DNA-Massentest in Haldensleben ist weitgehend abgeschlossen. Lediglich 88 der rund 2000 zur Teilnahme aufgerufenen Männer hätten sich keinen Speichel abnehmen lassen, sagte ein Polizeisprecher heute. Wie deren Proben genommen werden können, müsse im Einzelfall geklärt werden. Zunächst solle noch einmal Kontakt mit den Betreffenden aufgenommen werden. Für den Fall, dass sich die Männer einer freiwilligen Speichelabgabe verweigern, werde als letzter Schritt auch eine vom Gericht verordnete zwangsweise Vorführung ins Auge gefasst.
Die Beamten wollen mit Hilfe dieses Tests nach knapp acht Jahren den Mörder der siebenjährigen Maria Juhl aus Haldensleben finden. Maria fiel im November 1995 einem Gewaltverbrechen zum Opfer. Sie wurde zunächst sexuell missbraucht und dann getötet. Ihre Leiche wurde in der Nähe des Ortes Bebertal gefunden. Der Test wurde den Angaben zufolge so spät gestartet, weil erst seit dem Frühjahr 2000 eine neue Methode zur Typisierung von DNA-Material entwickelt wurde. Für den Herbst wird mit den Ergebnissen der Proben gerechnet, die in der Gerichtsmedizin in Magdeburg untersucht werden.
05.06.2003 Ster
aktualisiert: 12:41 Uhr
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