Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Samstag, 10, Januar 2009

Die Suche nach dem Feind im Kopf

Jorge Ponseti versucht, Pädophile zu verstehen. In einem einzigartigen Projekt durchleuchtet der Psychologe ihre Gehirne, während sie Sexbilder betrachten. VON ANNIKA KÜHN

In ihrem Gehirn ist irgendetwas anders. Er ist sich sicher. Er weiß nur noch nicht genau, was. Aber er wird den Fehler finden. Den Grund entdecken, weshalb sie nicht wie die meisten anderen Menschen empfinden. Die falsche Verknüpfung. Die funktionsgestörten Synapsen. Die veränderten Zellen.

Per Magnetresonanztomografie - kurz MRT - sieht Jorge Ponseti, 47, in die Köpfe sexuell erregter Menschen. Der Psychologe an der Universitätsklinik Schleswig-Holstein in Kiel ist auf der Suche nach dem, was männliche Erwachsene kleine Mädchen und Jungs lieben lässt. Nicht die Liebe, die Eltern für ihre Kinder empfinden, sondern sexuelle Anziehung. Ponseti erforscht Pädophilie und glaubt, endlich eine Methode gefunden zu haben, um die sexuelle Fehlorientierung physiologisch diagnostizieren zu können. Er misst die hämodynamische Response auf optische Reize, also wie sich die Blutströme im Hirn bei bestimmten Bildern verändern. “Schon Arbeitsgruppen vor uns haben Leute in den Scanner gelegt und ihnen Sexbilder gezeigt. Die haben allerdings immer geguckt, wo durch sexuelle Erregung Aktivität im Gehirn auslöst wird. Wir haben nun erstmalig gefragt: Kann man anhand der spezifischen Aktivierung des Gehirns feststellen, auf was jemand steht?”, erklärt der Kieler Wissenschaftler sein weltweit einzigartiges Forschungsprojekt.

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Dieser Eintrag wurde 184 mal gelesen.
Gepostet von am 01/10 um 12:21 AM
  1. Hier nun die endgültige Pathologisierung… - sowie eine grausame Sprachführung, die völlig ignoriert, dass es durch Sexualität normalerweise keine Opfer gibt… Wenn es ein oder mehrere Opfer gibt, dann handelte es sich um Gewalt und nicht um Sexualität.
    Dann diese perfide Verknüpfung zur „Liebe“ (Philie) usw. usw.

    Aber der weitere Skandal ist, dass Wissenschaftler auf der Basis von wilden Hypostasen („Pädo“philie“ ist eine 1. sexuelle und 2. Funktionsstörung“) Forschungsprojekte durchführen.
    Merke: Hypostasen, die weder klar formuliert - geschweige denn deduziert wurden!

    Ein/e einigermaßen klar denkender Student/in der Psychologie würde sofort fragen:
    Warum werden Heteros, Lesben und Schwule und Pädos in einen Topf („sexuelle Präferenz“) geworfen?
    Warum nicht eine andere Kategorie (und damit Zielgruppe) nehmen? Z.B. Serienmörder, Vergewaltiger, Pädos und Stalker?
    M.a.W.: auf welcher theoretischen Basis steht die gewählte Kategorie? Ist das nicht eine bloße Vorannahme, beruhend auf Mythen und gewöhnlichen Alltagsvorstellungen?

    Ich könnte noch viele weitere Fragen stellen (wie definieren Sie Sexualität?...), um den Forscher zu zwingen, sein Fundament erst einmal zu prüfen, bevor es mit Experimenten losgeht… belasse es jedoch mit dieser Anregung

    und verbleibe wieder einmal mit kopfschüttelnden Grüßen!
    Monika Gerstendörfer

    Posted by  on  01/27  at  12:24 AM
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