Samstag, 03, Mai 2008
Das Mädchen und die Medien
Von Jörg Diehl und Barbara Hans
Seit einem Jahr gibt es kein Lebenszeichen der verschwundenen Madeleine McCann. Was für ihre Eltern der blanke Horror ist, ist für die britische Presse ein Fest. Sie tobt sich aus auf dem Spielfeld der Halbwahrheiten, Vermutungen und Gerüchte - und produziert immer neue Schlagzeilen.
Hamburg - Er kann sich nicht erinnern, wie viele Artikel er über die McCanns verfasst hat, “Dutzende waren es bestimmt”, sagt der Journalist, der seinen Namen und den des britischen Massenblatts, für das er arbeitet, nicht nennen möchte. “Die Story geht ja noch weiter”, entschuldigt er sich im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.
Seit einem halben Jahr schreibt der Reporter über das Schicksal der verschwundenen Madeleine Beth McCann. Er fabulierte bereits über die “Tränen einer Mutter” und über die Weihnachtswünsche von Maddies Geschwistern Amelie und Sean. “Solch eine Geschichte hat es bei uns noch nicht gegeben”, schwärmt er. “Die Geschwindigkeit, mit der sie sich entwickelt hat, die Dauer und Breite der Berichterstattung. Unglaublich.”
URL:
* http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,551033,00.html
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