Mittwoch, 16, Mai 2001
Bayerns Innenminister Günther Beckstein, Kinderpornografie im Internet
Kinderpornografie im Internet nimmt weiter zu Knapp zwei Drittel der Internetkriminalität sind nach Angaben von Bayerns Innenminister Günther Beckstein der Kinderpornografie zuzurechnen. Von den insgesamt rund 700 bearbeiteten Verdachtsfällen im vergangenen Jahr betrafen 409 diesen Bereich. In 36 Fällen habe es den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern gegeben, sagte Beckstein am Mittwoch im Rechtsausschuss des Landtags. Vordringliches Ziel sei, Kinder vor dieser “widerwärtigen und menschenverachtenden Ausbeutung” zu schützen. Bayern hat nach den Worten des CSU-Politikers eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Internetkriminalität. Er hob besonders das hohe Engagement junger Polizisten hervor, die sich trotz niedrigerer Besoldung nicht von Firmen aus der freien Wirtschaft abwerben ließen. Außerdem habe vor allem die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner jugendschutz.net seit 1997 gefruchtet.
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